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In diesem Waldabschnitt am Wiernsheimer Hochbergweg hat der Borkenkäfer unter den Fichten gewütet. Laut Revierförster Joachim Hailer (Mitte) mussten hier insgesamt 280 Bäume gefällt und zwangsverarbeitet werden. Fotos: Hepfer
In diesem Waldabschnitt am Wiernsheimer Hochbergweg hat der Borkenkäfer unter den Fichten gewütet. Laut Revierförster Joachim Hailer (Mitte) mussten hier insgesamt 280 Bäume gefällt und zwangsverarbeitet werden. Fotos: Hepfer
Diese Larvengänge stammen vom „Buchdrucker“, einer Borkenkäferart.
Diese Larvengänge stammen vom „Buchdrucker“, einer Borkenkäferart.
Über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald haben der Wiernsheimer Revierförster Joachim Hailer (von links) und Forstamtsleiter Frieder Kurtz die Gemeinderäte und Bürgermeister Karlheinz Oehler (Vierter von rechts) informiert.
Über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald haben der Wiernsheimer Revierförster Joachim Hailer (von links) und Forstamtsleiter Frieder Kurtz die Gemeinderäte und Bürgermeister Karlheinz Oehler (Vierter von rechts) informiert.
13.09.2018

600 Bäume betroffen: Trockenperiode macht Wald in Wiernsheim zu schaffen

Wiernsheim. Im Wiernsheimer Forst leiden 600 Bäume unter Käfer- und Hitzeschäden. Die Natur muss sich dem Klimawandel anpassen, weshalb Experten zu Mischkulturen raten.

Die Folgen des weltweiten Klimawandels sind auch im Enzkreis immer deutlicher zu spüren. Kräftig dazu beigetragen hat dieses Jahr der trockene Sommer, der gerade Nadelbäume noch anfälliger gegen Borkenkäfer-Schädlinge gemacht hat. Aber auch Laubbäume wie die Buche haben unter der Hitze zu leiden. Davon künden vor allem kahle Baumkronen, die nicht genügend mit Wasser versorgt werden konnten, oder die aufgeplatzte, spröde Rinde an etlichen Ästen.

Auf diese Problematik haben der Wiernsheimer Revierförster Joachim Hailer und Frieder Kurtz, Leiter des Forstamtes im Enzkreis, beim jüngsten Waldbegang in der Heckengäugemeinde hingewiesen. „Nicht jeder Baum kann überall wachsen. Der Klimawandel verschärft das noch“, erläuterte Hailer. Daher müssten die Baum-Standorte im Wald laufend überprüft und bewertet werden. Um sich an die zunehmend wärmeren Temperaturen anzupassen, sei es das Ziel, langfristig einen artenreichen Mischwald zu etablieren, um die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Forstes auch in Zukunft gewährleisten zu können.

Frieder Kurtz machte anhand von Schaubildern darauf aufmerksam, dass dabei auf wissenschaftliche Erkenntnisse gesetzt werde. „Der CO2-Gehalt in der Luft hat sich in den vergangenen 60 Jahren dramatisch um 50 Prozent erhöht“, betonte der Forstamtsleiter. Auch die steigenden Temperaturen böten Anlass zur Sorge. „Allein fünfzehn der wärmsten Jahre seit der Temperaturmessung fallen ins 21. Jahrhundert“, so Kurtz.

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