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Viele Fotos zeugen von einer bewegten Firmengeschichte. Petra Jankowski mit einer Luftaufnahme des Scholl-Geländes. © Schmid
18.03.2011

Abriss Scholl-Fabrik: Traditionsgeschichte geht zu Ende

KNITTLINGEN. Der Abbruch der ehemaligen Fensterbaufabrik Scholl bewegt dieser Tage viele Knittlinger. Besonders die Töchter des verstorbenen Firmengründers Richard Scholl verbinden mit dem Gelände viele Erinnerungen.

Bildergalerie: Abbrucharbeiten auf dem Scholl-Areal in Knittlingen

„Die Entscheidung, was mit der Firma, unserem Erbe, passiert, haben wir uns nicht leicht gemacht“, sagt Petra Jankowski, geborene Scholl. Für sie und ihre Schwestern ist es nicht nur die eigene Geschichte, sondern ein Stück Knittlingen, über das es zu entscheiden gilt. Auch heute, ist sie überzeugt, gibt es viele Menschen mit Ideen und Visionen. Diese umzusetzen sei immer schwieriger geworden, weil man kein Geld mehr dafür bekommt. Ein Traum der Schwestern war, auf dem Scholl-Gelände Wohnbau für Jung und Alt zu verwirklichen. Das sei aber gescheitert.

Mit dem immer schlechter werdenden baulichen Zustand der Gebäude musste eine Entscheidung her. 2010 verkauften die Schwestern das Gelände an die Stadt Knittlingen. „Wir haben die Mieter dabei unterstützt, neue Wohnungen zu bekommen“, sagt Scholls weitere Tochter Helene Durban. Sie ist froh über die Zeit, die geblieben ist, um die Gebäude auszuräumen und auch über die neue Nutzung des Geländes.

Seit Februar sind die Abrissbagger auf dem Scholl-Areal am Werk. Bis Mitte Mai soll eine Fachfirma die Gebäude komplett abgebrochen haben. Danach soll mit dem Bau des geplanten Kombinationsgebäudes für Feuerwehr, DRK und Bauhof begonnen werden. nad