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Ein Trampelpfad zeigt an, wo in Illingen vor allem Jugendliche die Bahngleise überquert und dabei immer wieder gefährliche Situationen provoziert haben. © Polizei
16.06.2010

Aktionen gegen gefährliche Gleisüberquerungen

ILLINGEN. Anfang Mai wurden dem Polizeiposten Illingen und der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe bekannt, dass immer wieder Jugendliche unberechtigt die Bahngleise der Bahnstrecke Mühlacker-Illingen-Vaihingen in Höhe der Verlängerung der Illinger Hofäckerstraße iüberqueren würden. Wegen dieses Verhaltens kam es bereits zu gefährlichen Situationen, bei denen Züge Warnsignale abgeben und ihre Geschwindigkeit vermindern mussten. Bei Notbremsungen hätte es durchaus zu schweren Verletzungen bei Fahrgästen kommen können, wie der Karlsruher Bundespolizei-Sprecher Bernd Herlan gegenüber Mühlacker-news erklärte.

Bildergalerie: Gefährliche Bahn-Überquerungen

Insbesondere Jugendliche, die sich in Supermärkten und Tankstellen mit Alkohol eingedeckt hätten, um sich dann im freien Feld zu treffen und zu feiern, seien zu einem großen Teil für diese gefährlichen Gleisüberquerungen verantwortlich. Doch die Lage habe sich, so Herlan, inzwischen beruhigt. Bei den vermehrten Streifenfahrten durch die Bundespolizei wurde aktuell festgestellt, dass zumindest diese Stelle der Bahngleise in Illingen nicht mehr als Übergang genutzt wird. "Eine sich ausbreitende Vegetation kann hierbei als deutliches Zeichen gedeutet werden", sagt Bundespolizei-Sprecher Herlan.

Dass dies gelang, liege an den verschiedenen aufklärenden Maßnahmen mehrerer Organisationen, die unter Federführung von Bundespolizeiinspektion Karlsruhe und Polizeiposten Illingen gemeinsam tätig wurden. Mit dabei waren auch die Deutsche Bahn AG, die Grund-/Haupt-/Realschule Illingen und Vertreter des Arbeitskreises „Sicheres Illingen“, die gemeinsam diese Präventionsaktionen auf die Beine gestellt haben, um das gefährliche Überqueren der Bahngleise zu unterbinden. Die Bundespolizeiinspektion Karlsruhe möchte nun als weiteren Schritt im Rahmen der Prävention an Schulen gezielt Jugendliche auf die Gefahren im Bereich der Bahnanlagen hinweisen und sensibilisieren. So wird der Präventionsbeauftragte der Bundespolizei Karlsruhe wird in mehreren Veranstaltungen an der Illinger Schule über die Gefahren eines falschen Verhaltens und deren Folgen aufklären. Zu den Folgen zählen nicht nur mögliche körperliche Schäden bei Unfallopfern auf dem Gleis wie auch im Zug, sondern ebenso auch hohe wirtschaftliche Schäden, die durch Zugausfälle und Verspätungen resultieren.