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Sudangras ähnelt Mais. Foto: Marx
Sudangras ähnelt Mais. Foto: Marx
Ein Hochsitz eigens für Besucher. Foto: Marx
Ein Hochsitz eigens für Besucher. Foto: Marx
Der Betriebsleiter der Biomethananlage Mühlacker, Harald Jaggy, inmitten eines Felds mit der durchwachsenen Silphie. Foto: Marx
Der Betriebsleiter der Biomethananlage Mühlacker, Harald Jaggy, inmitten eines Felds mit der durchwachsenen Silphie. Foto: Marx
10.08.2018

Alternativer Anbau: Silphiefelder bieten Nahrung für Bienen

Enzkreis-Mühlacker. Die Energiepflanze Silphie sorgt für Nachschub bei der Biomethananlage in Mühlacker. Auch Bienen haben was davon.

Die eierlegende Wollmichsau haben auch die Stadtwerke Mühlacker noch nicht erfunden. Dafür arbeiten sie mit der durchwachsenen Silphie. Beim Nachschub für die Biomethananlage in den Waldäckern ersetzt diese aus Nordamerika stammende, hochwachsende Becherpflanze mit den charakteristischen gelben Blüten mittlerweile rund zehn Prozent der Maisanbauflächen. Anders als in den tristen Maisfeldern, fühlen sich Bienen und Insekten in den blühenden Silphie-Arealen richtig wohl. Das wiederum lässt Imkerherzen höher schlagen, freut die Vogelwert und hilft der Biodiversität in einer schwierigen Zeit.

Betriebsleiter Harald Jaggy von der Biomethananlage Mühlacker berichtet, dass sich im zurückliegenden Jahr 14 der 90 Landwirte, die die Einrichtung beliefern, ein Herz gefasst und auf den Versuch eingelassen hätten, diese Alternative zum Mais anzupflanzen. Jaggy: „Da die Silphie im ersten Jahr keinen Ertrag bringt, erfolgt der Start bei einer gleichzeitigen Untersaat mit Mais.“ Somit gehen die experimentierfreudigen Teilnehmer in diesem Jahr auf den betroffenen Flächen nicht leer aus. Bei der Silphie-Nutzung gehen Landwirte und Stadtwerke-Experten, wie Jaggy und der stellvertretende Betriebsleiter Thomas Gutjahr von einer mindestens fünfzehnjährigen Dauer aus, sonst würde es sich wirtschaftlich nicht rechnen.

Erst kürzlich war die „Pforzheimer Zeitung“ zu Gast bei der Vorsitzenden des Bezirksbienenzüchtervereins Mittlere Enz, Silke Pérel aus Pinache. Und die Fachfrau wies, wie viele Imker darauf hin, dass es mittlerweile viel zu wenige Flächen mit Blüten gebe, bei denen Bienen Nektar finden könnten. Ihr Hinweis: Der Silphie-Einsatz der Stadtwerke Mühlacker sei ein bienenfreundliches Projekt.

Mehr lesen Sie am 11. August in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.