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Amokläufer Ernst Wagner versetzte einst Mühlhausen an der Enz in Schrecken. Hier tötete er neun Menschen. Zuvor hatte er seine Frau und seine vier Kinder umgebracht.
Amokläufer Ernst Wagner versetzte einst Mühlhausen an der Enz in Schrecken. Hier tötete er neun Menschen. Zuvor hatte er seine Frau und seine vier Kinder umgebracht. © PZ-Archiv
05.01.2015

Amoklauf von Mühlhausen/Enz ist Thema in neuem SWR-Kriminalmagazin

Von Mord über Betrug bis zum politischen Terror - das SWR-Kriminalmagazin "Spur des Verbrechens" erzählt von außergewöhnlichen Kriminalfällen im Südwesten. Michael Matting moderiert das neue Magazin, das aktuelle Kriminalfälle sowie Verbrechen aus der Vergangenheit aufgreift. Zum Start am Dienstag, 6. Januar, um 18.45 Uhr wird auch über den Amokläufer Ernst Wagner berichtet, der in Mühlhausen an der Enz bei Mühlacker mordete.

Außer Experten wie Gerichtspsychiatern und Ermittlern kommen auch Betroffene und Prominente zu Wort. In der ersten 45-Minuten-Ausgabe von "Spur des Verbrechens - das Kriminalmagazin aus dem Südwesten" im SWR Fernsehen in Baden-Württemberg wird ein Blick auf den Massenmörder Ernst Wagner geworfen, der am Morgen des 4. September 1913 seine Frau und seine vier Kinder mit einem Knüppel erschlug. Danach fuhr er nach Mühlhausen an der Enz, wo er einst Lehrer war. Dort zündete er vier Häuser an. Neun weitere Menschen hat Wagner erschossen, als die Menschen vor den Flammen flüchteten. Angeblich soll er es nur auf die Männer abgesehen haben, es starben bei dem Amoklauf aber auch eine Frau und rei Mädchen. Trotz der hohen Zahl von 14 Opfern wurde Wagner nicht zum Tode verurteilt, sondern in die Heilanstalt Winnenthal bei Winnenden eingewiesen – eine Premiere in der württembergischen Rechtsgeschichte. „Bis heute gibt es in Mühlhausen Bürgerinnen und Bürger, denen es schwer fällt, über die Tat zu sprechen“, schreibt der SWR in einer Pressemitteilung zum neuen Magazin „Spur des Verbrechens“.

Weitere Themen der neuen SWR-Sendung sind der NSU-Mord an Michele Kiesewetter in Heilbronn, bei dem sich immer noch Fragen nach der Anzahl der Täter stellen, und der Massen-Gentest im Fall Bögerl in Neresheim bei Heidenheim, bei dem Gentest-Verweigerer immer noch fragen, was mit den erhobenen Daten geschieht. Morden Frauen anders? Dieser Frage geht der Tübinger Gerichtspsychiater Peter Winckler nach. Dazu gibt es Stimmen und Erfahrungen aus einem Selbstbehauptungskurs für Frauen.

"Spur des Verbrechens - das Kriminalmagazin aus dem Südwesten", Dienstag, 6. Januar, 18.45 bis 19.30 Uhr im SWR Fernsehen in Baden-Württemberg