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Ein neues Äußeres wäre beim Mühlehof erst mal zweitrangig. Die Herausforderungen stecken drinnen.
Ein neues Äußeres wäre beim Mühlehof erst mal zweitrangig. Die Herausforderungen stecken drinnen. © Lutz
17.06.2011

Analyse: Technik setzt Mühlehof-Sanierung Grenzen

MÜHLACKER. Der Gedanke an einen Abriss des Mühlehofs – unter den Szenarien für das Schicksal des Gebäudes, wäre er der tiefste Einschnitt für Mühlackers Stadtbild. Deshalb sind Reaktionen darauf auch besonders emotional.

Schon vor der Bürgerversammlung zum Mühlehof am 30. Juni werden immer wieder Stimmen laut, die den Zwang zu einer 30-Millionen-Generalsanierung in Zweifel ziehen und sich für einen Mittelweg zwischen teurer Rettung und Abriss aussprechen. Nur: Diesen Mittelweg verbaut die alte Technik des Mühlehofs. Und das gleich mehrfach.

Laut Gutachten ist die Haustechnik im Mühlehof in weiten Teilen auf die Raumstruktur von 1982 zugeschnitten, die im gewerblichen Teil schon seit Jahren nicht mehr funktioniert. Neue Strukturen wären also ohne technische Sanierung nicht zu schaffen. Das selbe gilt für die alten Standards im Immissions- oder Brandschutz. Die neuen greifen laut Gutachten, sobald im Gebäude Änderungen vorgenommen werden – und sei es nur abschnittsweise etwa für ein Jugendhaus auf Zeit.

Und dann sind da noch die Nebenkosten des heutigen Betriebs. Die Technik ist so gestaltet, dass die zentrale Anlage laufen muss, wenn nur ein Teil der Räume genutzt wird. Auch da heißt es für die Modernisierung: ganz oder gar nicht. Das haben die Gutachter im Gemeinderat auf ausdrückliche Nachfrage von Günter Bächle klar gemacht: Eine schrittweise Sanierung des Mühlehofs je nach Kassenlage sei unmöglich. Die Haustechnik alleine würde demnach rund 6,65 Millionen Euro verschlingen. Nicht viel weniger als eine völlig neue Kulturhalle. hei