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Um seinen Messungen Gewicht zu verleihen, hat der Enzberger Feryat Temizer Parklinien eingezeichnet. Foto: Cichecki
Um seinen Messungen Gewicht zu verleihen, hat der Enzberger Feryat Temizer Parklinien eingezeichnet. Foto: Cichecki
Die Burgherrenstraße ist mit einer Steigung von zwölf Prozent nicht gerade leicht zu bestreiten – vor allem für Einwohner der älteren Generation. Foto: Cichecki
Die Burgherrenstraße ist mit einer Steigung von zwölf Prozent nicht gerade leicht zu bestreiten – vor allem für Einwohner der älteren Generation. Foto: Cichecki
Diese Grünfläche unweit von Temizers Haus wollten seine Nachbarn kaufen, um die erschwerte Parksituation zu entlasten. Foto: Cichecki
Diese Grünfläche unweit von Temizers Haus wollten seine Nachbarn kaufen, um die erschwerte Parksituation zu entlasten. Foto: Cichecki
07.11.2018

Anwohner muss 500 Meter vom Haus entfernt parken

Mühlacker-Enzberg. Seit nunmehr drei Wochen weiß sich der 33-jährige Enzberger Feryat Temizer einfach nicht mehr zu helfen. Als er vor zwei Jahren für eine beachtliche Summe sein Haus an einer der höchsten Stellen Enzbergs kaufte, wurde ihm zugesichert, dass er die zwei Parkplätze vor seinem Grundstück problemlos nutzen könne, so der Hausbesitzer.

Doch als er vor wenigen Wochen sein Haus verließ, bemerkte er zwei Männer, die gerade Messungen an der Burgherrenstraße tätigten. Neugierig fragte Temizer die Herren, was denn hier vor sich gehe. Die Männer – wohl Zuständige der Stadt – informierten ihn recht ungerührt darüber, dass die zwei Parkflächen vor seinem Haus entfernt würden und er sich doch in Zukunft einen halben Kilometer weiter unten einen Parkplatz suchen solle, berichtet der 33-jährige Familienvater von seinem Erlebnis.

Die Begründung für die Einführung des Parkverbots vor Temizers Haus liege darin, dass ansonsten kein Feuerwehrauto vorbeikäme, so der Hausbesitzer. In der Regel habe der 33-Jährige auch immer viel Verständnis für Richtlinien und Regelungen, sagt er, aber von diesem Fall sei nicht nur er selbst, sondern auch die Nachbarschaft und seine Familie negativ betroffen. „Ich habe zwei Pflegefälle, dazu ein Neugeborenes und eine dreijährige Tochter zu Hause. Für meine Familie ist es quasi unmöglich, jedes Mal diesen Berg zu erklimmen, denn parken müssten wir schließlich irgendwo unten am Marktplatz“, erklärt Temizer. Weil es für ihn nicht machbar sei, sich der veränderten Parksituation anzupassen, habe der Familienvater schon vier Strafzettel wegen Falschparkens erhalten.

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 8. November, in der „Pforzheimer Zeitung (Ausgabe Mühlacker)“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Demagoga
07.11.2018
Verbot in Enzberg: Anwohner muss 500 Meter vom Haus entfernt parken

ist das Grundstück für "Höheres" bestimmt? mehr...

Eiermann
07.11.2018
Verbot in Enzberg: Anwohner muss 500 Meter vom Haus entfernt parken

Die notwendige Durchfahrtbreite für Rettungsfahrzeuge muss frei bleiben, das ist überall so. Oder will der gute Mann, wenn es mal brennt, zum Löschen eine Menschenkette bilden und Wassereimer durchreichen? Und das Argument mit den Pflegefällen und dem Neugeborenen zieht auch nicht - er kann die ja vor der Tür absetzen, dann runter fahren, parken und die 500 m zu Fuß zurückgehen. Natürlich ist es blöd, wenn ihm andere Versprechungen gemacht wurden. Aber die kamen ja sicher nicht von der ...... mehr...

beobachter300
08.11.2018
Verbot in Enzberg: Anwohner muss 500 Meter vom Haus entfernt parken

...und die Stadt bemerkt erst jetzt, gefühlte 50 Jahre später, das hier die Parkplätze entfernt werden müssen! Sehr gute Leistung der Stadt! Da gibt es gerade in Enzberg und in vielen ähnlichen Dörfern mit ihren engen Gassen noch so einige Parkplätze zu entfernen. Aber lieber erst mal den Ausländer schickanieren!!... mehr...

OB-Kandidat
08.11.2018
Verbot in Enzberg: Anwohner muss 500 Meter vom Haus entfernt parken

Was hat das jetzt mit dem Schikanieren von Ausländern zu tun? Das wäre wahrscheinlich jedem anderen Hausbesitzer dort genauso ergangen, egal ob er nun Yüdschel, Müller oder Chodorkowski heist. Das Problem liegt viel mehr darin, dass man in den Stadtverwaltungen über Jahrzehnte die geltenden Vorschriften ignoriert hat, und jetzt meint, man müsse das nachholen. Für den Hausbesitzer natürlich sehr ärgerlich - vor allem, weil Stadtverwaltungen bei sowas gerne arrogant und mit Willkür ...... mehr...