nach oben
„Fuchs und Hase“ heißt die Ausstellung der Lienzinger Künstlerin Inge Luise Vollmer (rechts), die von Gertrud Westermann (von links), Martha Vitantzaki-Furch und Luigia Tamborrini bewundert wird. Foto: Prokoph
„Fuchs und Hase“ heißt die Ausstellung der Lienzinger Künstlerin Inge Luise Vollmer (rechts), die von Gertrud Westermann (von links), Martha Vitantzaki-Furch und Luigia Tamborrini bewundert wird. Foto: Prokoph
Künftig übernimmt Anastassia Biederstaedt (von links) die Organisation der Kunstnacht von Frank-Ulrich Seemann, worüber sich auch Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider freut. Foto: Prokoph
Künftig übernimmt Anastassia Biederstaedt (von links) die Organisation der Kunstnacht von Frank-Ulrich Seemann, worüber sich auch Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider freut. Foto: Prokoph
Der Dürrmenzer Hobby-Dichter Hans Peter Walther liest aus seinem Erstlingswerk „Walthers Mogelseide“. Foto: Prokoph
Der Dürrmenzer Hobby-Dichter Hans Peter Walther liest aus seinem Erstlingswerk „Walthers Mogelseide“. Foto: Prokoph
17.09.2017

Anziehende Angebote bei Kunstnacht in Mühlacker

Mühlacker. Mit 60 Künstlern an 19 Orten hat die Mühlacker Kunstnacht bei ihrer mittlerweile fünften Auflage am Samstag alles bislang Dagewesene übertroffen. Darüber freuten sich bei der Eröffnung vor dem Mühlehof der bisherige Organisator Frank-Ulrich Seemann, der nun aufhört (PZ berichtete), seine Nachfolgerin, Anastassia Bieder-staedt sowie Oberbürgermeister Frank Schneider. „Wir haben den Sprung über die B 10 geschafft“, sagte Seemann. Denn im Restaurant „Essenz“ und im Jugendhaus „ProZwo“ wurden ebenfalls Kunstwerke ausgestellt.

Jagdhornbläser stimmen ein

Auch der Regen und die Kälte trübten am Samstag nicht die Freude über das umfängliche Kunstangebot in der Senderstadt. Denn schon zu Beginn der Abendveranstaltung waren zahlreiche Besucher herbeigeströmt. Musikalisch stimmte die Jagdhornbläsergruppe Mühlacker unter der Leitung von Michael Müller das Publikum vor dem Mühlehof auf die Kunst ein. Später spielten die Jagdhornbläser auch bei der Ausstellung, „Fuchs und Hase“, der Lienzinger Künstlerin Inge Luise Vollmer im Innern des Mühlehofs.

„Es ist toll, dass es heute wieder eine Kunstnacht gibt“, sagte Stefanie Seemann, die Frau von Frank-Ulrich Seemann, in ihrer Eigenschaft als Landtagsabgeordnete der Grünen. Kunst, Kultur und Veranstaltungen wie die Kunstnacht seien bestens dazu geeignet, den Zusammenhalt einer Gesellschaft zu stärken, so Stefanie Seemann. „Die Gesellschaft braucht Kunst“, war sie überzeugt.

Und Oberbürgermeister Frank Schneider meinte sichtlich erfreut: „Mit unserer Kunstnacht ist Mühlacker zum Mittelzentrum der Kunst geworden“. Die 60 Teilnehmer an 19 Standorten seien, „eine Hausnummer, die sich sehen lassen kann“, so Schneider weiter. Und: „Wir können auf unsere Kunstschaffenden stolz sein“, sagte das Stadtoberhaupt.

Eindrücke von Afrika

Im Hotel-Restaurant „Scharfes Eck“ freute sich Ilse Greiner über den guten Zulauf bei den Werken von Petra Vögl, deren Fotos Eindrücke von Afrika zeigten. Dazu wurden dann afrikanische Speisen gereicht. In der Volkshochschule las der Dürrmenzer Hans Peter Walther aus seinem Erstlingswerk, „Walthers Mogelseide“ und im Foyer des Kaufhauses Sämann konnte man bei der Kunsttour ein wenig verschnaufen.

Vor dem Kaufhaus fand zudem eine große Benefiz-Tombola für die Schützinger Familienherberge „Lebensweg“ statt. „Jedes Los gewinnt“, sagte Firmenchef Klaus Sämann. Denn anlässlich des 95-jährigen Firmenbestehens hatten er und seine Partner die Tombola für den guten Zweck reich bestückt.

In der Fußgängerzone gab es überdies Musik von der Verena- Handl-Band. Kunst im Rathaus, in der Sparkasse, im Seniorenzentrum Sankt Franziskus sowie die Ausstellung der Mühlacker Künstlergruppe in der Pauluskirche waren weitere Anziehungspunkte.

Im PZ-Gespräch verriet die neue Organisatorin der Kunstnacht, Anastassia Biederstaedt, dass ihr vorschwebe, künftig die Kunstnacht alle zwei Jahre zu veranstalten, dafür aber am ganzen Wochenende. Denn: „Man kommt gar nicht dazu, in einer Nacht alles zu sehen“, sagte sie und fügte hinzu: „Es ist eine spannende Herausforderung.“