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Die vollbesetzte Gemeindehalle in Ölbronn zeigte das große Interesse der Bürger am Neujahrsempfang der Kommune. Bürgermeister Norbert Holme fand hinsichtlich des Miteinanders in den vergangenen Monaten auch kritische Worte. Foto: Manfred Schott
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Die Gestaltung des geplanten Neubaugebiets in Dürrn soll bald konkretisiert werden. Foto: Vorentwurf/PZ-Archiv

Aufgabenflut wartet auf die Gemeinde Ölbronn-Dürrn im Jahr 2019

Ölbronn-Dürrn. Vor Ölbronn-Dürrn, das steht bereits so früh im Jahr fest, liegen wegweisende Monate. Denn die Doppelgemeinde muss trotz eines engen Finanzbudgets etliche Großprojekte schultern.

Neben dem Dauerthema Hochwasserschutz steht vor allem die Entscheidung darüber an, wie das Neubaugebiet am Ortsausgang Dürrns in Richtung Bauschlott gestaltet werden soll – und auch der Umbau der Dürrner Grundschule soll in Angriff genommen werden, ebenso wie das Brandschutzkonzept an der Ölbronner Eichelbergschule.

Es sind folglich herausfordernde Zeiten für Verwaltung, Gemeinderat und auch die Bürgerschaft. Letztere begleitet die Vorgänge alleine schon deshalb mit gesteigertem Interesse, da im Mai bekanntermaßen Kommunalwahlen anstehen.

Es überraschte somit nicht, dass Bürgermeister Norbert Holme beim traditionellen Neujahrsempfang am Sonntag in der voll besetzten Ölbronner Gemeindehalle Einigkeit beschwor, um die Herausforderung erfolgreich angehen zu können: „Es stehen 2019 eine Menge interessanter Aufgaben an, die es anzupacken gilt. Das geht besser, wenn wir alle an einem Strang ziehen“, betonte Holme. Den römischen Dichter Horaz zitierte der Bürgermeister mit den Worten: „Bewahre Deine Seelenruhe auch den Widerwärtigkeiten des Alltags gegenüber.“ Ein Motto, das man sich immer wieder zu Herzen nehmen solle, „wenn Stolpersteine und andere Hemmnisse uns mitunter unnötig das Leben schwer machen“, fügte Holme hinzu. Er machte deutlich, dass er wegen der Erweiterung des Abfallunternehmens Suez im Gewann „Erlen“ zahlreiche „unberechtigte persönliche Angriffe und Unterstellungen“ über sich habe ergehen lassen müssen. Nach einem intensiven Diskussions- und Entscheidungsprozess müssten als Ausdruck eines guten Demokratieverständnisses auch die getroffenen Mehrheitsentscheidungen akzeptiert werden. Dazu sagte Holme: „Ich bin froh, dass sich die Wogen in jüngster Zeit geglättet haben. So konnten wir bei der Sitzung vor Weihnachten in vielen Punkten mal wieder an einem Strang ziehen.“ Sein Wunsch sei es, so Holme weiter, dass dieser Weg zum Nutzen der Gemeinde auch in diesem Jahr fortgesetzt werden kann.

Dazu gehöre auch, die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern. Diese erwirtschafteten über drei Millionen Euro Gewerbesteuer. In diesem Zusammenhang erläuterte Holme Überlegungen zu einem interkommunalen Gewerbegebiet der Gemeinden Neulingen, Kieselbronn und Ölbronn-Dürrn am Ortsrand von Göbrichen. Das nächste mögliche Großprojekt steht damit bereits in den Startlöchern.