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Durch die Erfindung von Ulrich Geltz können Bauern künftig aus der Gülle festen, geruchsneutralen Dünger gewinnen.  Lutz/Archiv
Durch die Erfindung von Ulrich Geltz können Bauern künftig aus der Gülle festen, geruchsneutralen Dünger gewinnen. Lutz/Archiv
15.03.2018

Aus Gülle Geld machen: Firma aus Mühlacker macht bahnbrechende Erfindung

Mühlacker. Ulrich Geltz gelingt mit seiner Firma eine bahnbrechende Erfindung. Der Betrieb in Mühlacker wird zum Hoffnungsträger für eine ganze Branche.

Ulrich Geltz ist das, was man gemeinhin ein Käpsele nennt. Bereits im Alter von 27 Jahren hat der Diplombiologe sein erfolgreiches Umwelt-Technologie-Unternehmen gegründet – nun, 30 Jahre später, schickt Geltz sich an, eines der größten Probleme der Landwirtschaft zu lösen.

Denn Geltz und sein Team haben ein Verfahren entwickelt, um Gülle nicht nur problemlos entsorgen zu können, sondern diese in ihre Bestandteile zu zerlegen und somit Dünger und Rohstoffe zu gewinnen – und zwar ohne die Geruchsbelästigung, die normalerweise mit allem einhergeht, das mit Gülle zu tun hat.

Wie dringend eine derartige Erfindung benötigt wird, zeigt ein Blick in den Norden Deutschlands ebenso wie in den Südosten. Denn aufgrund der neuen Düngeverordnung geraten landwirtschaftliche Großbetriebe, wie sie in Norddeutschland ebenso vorkommen wie in Bayern, immer mehr in die Bredouille: Sie dürfen schlichtweg nicht mehr so viel Gülle auf Felder und Äcker ausbringen, wie das bislang der Fall gewesen ist.

„Gerade im Norden kommt derzeit das schlechte Wetter hinzu“, erklärt Geltz. Ist es zu nass, kann der Boden die Gülle nicht aufnehmen. „Viele Betriebe müssen ihre überschüssige Gülle daher in den Osten fahren, wo es noch Flächen gibt, auf denen man sie ausbringen kann“, erklärt Geltz. Doch auch dort wird es irgendwann knapp werden mit vorhandenen Flächen. Geltz ist daher überzeugt, dass sich seine Erfindung durchsetzen wird. Alleine schon deshalb, da bei entsprechender Auslastung der von ihm entwickelten Anlagen die Betriebskosten für die Landwirte nicht teurer sind als beim bisherigen Vorgehen.

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