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Um ihre Unabhängigkeit nicht zu verlieren, wollen viele Senioren nicht auf ihren Führerschein verzichten.   Foto: dpa
Um ihre Unabhängigkeit nicht zu verlieren, wollen viele Senioren nicht auf ihren Führerschein verzichten. Foto: dpa
29.03.2017

Autofahren bis zum Gehtnichtmehr – Krankheiten beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit

Mühlacker. Wer in Deutschland einmal seinen Führerschein erworben hat, der behält ihn grundsätzlich bis an sein Lebensende – vorausgesetzt, die dazu notwendige Eignung ist vorhanden. Aber woher weiß man eigentlich, ob man noch fahren darf oder nicht?

Beim Alkoholkonsum etwa gibt es dafür gesetzliche Grenzen, aber wie sieht es mit alterstypischen Krankheiten aus? Wie wirken sich Schlaganfälle, Sehschwächen und Medikamente auf die Fahrtauglichkeit aus? Fragen über Fragen, die, wenn überhaupt, nur zwei Menschen beantworten können: Jakob Fäßler, leitender Oberarzt mit geriatrischem Schwerpunkt an der Rechbergklinik in Bretten, und Claus-Dieter Wälder, Sachgebietsleiter der Fahrerlaubnisbehörde beim Landratsamt des Enzkreises.

[Wer baut in der Region mehr Unfälle - junge Erwachsene oder Senioren? Hier geht's zum Faktencheck]

Während Fäßler beim Informationsabend im „Consilio“ die medizinpsychologischen Aspekte beleuchtet, geht Wälder auf die juristischen Rahmenbedingungen ein. Die beiden wissen, dass es nicht reicht, in seinem Leben viel gefahren zu sein, um auch im Alter noch sicher ein Auto steuern zu können. Eine Zahl von Jakob Fäßler macht das deutlich: Ältere Autofahrer mit kognitiven Einschränkungen hätten ein viermal so hohes Unfallrisiko. Überhaupt lasse im Alter die Leistungsfähigkeit oft nach. Wälder macht aber auch klar: Viele ältere Menschen wüssten, was sie können und was nicht. Sie würden von sich aus Nachtfahrten meiden, auf große Touren verzichten und technische Hilfen einbauen lassen.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der Mühlacker-Ausgabe der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Umfrage

Sollte die Fahrtauglichkeit ab einem gewissen Alter regelmäßig überprüft werden?

Ja, regelmäßige Fahrtauglichkeits-Tests sind dringend notwendig 57%
Man sollte Senioren den Führerschein grundsätzlich ab einem bestimmten Alter abnehmen 5%
Nein, jüngere Fahrer bauen genauso oft Unfälle 38%
Stimmen gesamt 663

Thor
30.03.2017
Autofahren bis zum Gehtnichtmehr – Krankheiten beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit

Die Fahrtauglichkeit sollte unabhängig vom Alter alle 5 Jahre überprüft werden. Mein Auto muss doch auch nicht erst nach 10 Jahren das erste Mal zum TÜV! mehr...

Planetterror
30.03.2017
Autofahren bis zum Gehtnichtmehr – Krankheiten beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit

[QUOTE=Thor;271531]Die Fahrtauglichkeit sollte unabhängig vom Alter alle 5 Jahre überprüft werden. Mein Auto muss doch auch nicht erst nach 10 Jahren das erste Mal zum TÜV![/QUOTE] Vielleicht,sollten sie auch ihre Schulbildung alle 5 Jahre überprüfen lassen! mehr...

Faelchle
30.03.2017
Autofahren bis zum Gehtnichtmehr – Krankheiten beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit

Den Einfluss von bestimmten Medikamenten auf die Fahrtauglichkeit sollte man nicht unterschätzen. Psycho Pharma und Blutdrucksenker, z-B, haben gewaltige Nebenwirkungen. Ich bekam eine Zeit lang Betablocker (Schmiss das Zeug später in den Restmüll) verordnet, mein Verhalten beim Autofahren hatte sich komplett verändert ,schwebte irgendwie, fühlte mich abgehoben, wurde leichtsinnig und regte mich plötzlich über jede Kleinigkeit auf) Das sind die Ärzte in der Pflicht. Ob eine regelmäßige ...... mehr...

Störtebeker
30.03.2017
Autofahren bis zum Gehtnichtmehr – Krankheiten beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit

Von meiner Frau weiß ich, dass es eine große Anzahl verschiedener Betablocker gibt und somit hätte Ihr Arzt ein anderes Rezept ausstellen können.... mehr...