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13.08.2008

B 10 bei Enzweihingen – was tun?

VAIHINGEN. B-10-Tunnel oder eine B-10-Umgehung bei Enzweihingen? Welche Lösung ist die bessere Alternative? Darüber hat sich der Vaihinger Thomas Hitschler Gedanken gemacht und eine weitere Möglichkeit beleuchtet.

Thomas Hitschler schlägt anstatt einer bisher präferierten Umgehungsstraße „eine moderate Glastunnellösung“ auf der bestehenden Trasse vor. Dadurch, so der Vaihinger, würde der Verkehr auf der B 10 abgebremst.

Betrachte man die Zahlen aus den vergangenen Jahren an der automatischen Zählstelle in Vaihingen, so stelle man einen überdurchschnittlichen Anteil an Schwerlastverkehr fest. Der Anteil auf der B 10 liegt zurzeit bei 25,6 Prozent. Der Anteil des Schwerlastverkehrs auf den Bundesstraßen schwankte 2007 in Baden-Württemberg ansonsten zwischen 1,1 und 23,0 Prozent. iel einer Lösung der Verkehrsprobleme an der B 10 sollte es nach Hitschlers Betrachtung sein, den Autobahnausweichverkehr „dorthin zurückzubringen wo er hingehört“. „Eine Umgehungsstraße um Enzweihingen herum, die dem Verkehrsteilnehmer diese Trasse noch flüssiger und attraktiver macht, wäre wohl nicht der geeignete Weg dieses Ziel zu erreichen“, schlussfolgert der Vaihinger.

Die größte Lärmentlastung werde zwar durch ein Tunnel erzielt. Eine Tunnellösung ist jedoch auch die aufwendigste aller Lösungsmöglichkeiten, nicht nur was den baulichen und damit auch finanziellen Aufwand betrifft. Eine Idee, die bisher laut dem Bauingenieur noch nicht aufgegriffen wurde, ist die Umsetzung einer Lösung auf der bestehenden Trasse.

B 10 zur Ortsmitte abgesenkt

„Ausgehend von den Tatsachen, dass sich der Verkehr langfristig vermindert, der Staat mit Steuergeldern sparsam umgehen sollte, weiterer Flächenverbrauch minimiert werden und möglichst viele Ruhezonen für Mensch und Natur erhalten bleiben sollten“, plädiert der Vaihinger nun öffentlich für eine Lösung durch Absenkung der B 10 auf der bestehenden Trasse und eine teilweise Einhausung aus Glas. Diese Lösung geht davon aus, dass die B 10 von den beiden Planungsendpunkten B 10-Brücke über die Enz Richtung Vaihingen und Brücke über den Strudelbach aus waagrecht weitergeführt beziehungsweise in leichtem Gefälle bis zur Ortsmitte hin abgesenkt wird. In der Ortsmitte selbst wäre ein rund 100 bis 150 Meter langer Grün- beziehungsweise Ortsverbindungsdeckel über die B10 auszubilden, der die durch die B 10 getrennten Ortsteile verbindet. Die Anbindungen an die Landesstraßen könnte wie bei den Volltunnelvarianten geplant, durchgeführt werden. Allerdings wäre im Osten von Enz- weihingen eine große Kreisellösung zur Anbindung der Landstraßen und der innerörtlichen Straßen laut Hitschler von Vorteil.