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Mitglied des Familienbetriebs und Spargel-Experte, Matthias Stahl, freut sich über sein ertragreiches Stangen-Gemüse. Sein Tipp: Grünspargel-Omelette. Foto: Cichecki
Mitglied des Familienbetriebs und Spargel-Experte, Matthias Stahl, freut sich über sein ertragreiches Stangen-Gemüse. Sein Tipp: Grünspargel-Omelette. Foto: Cichecki
11.05.2018

Bauer Matthias Stahl aus Lomersheim ist Spargel-Experte

Mühlacker-Lomersheim. Jedes Jahr im Frühling freuen sich die Deutschen auf das edle Stangengemüse. Von den jährlich geernteten 100.000 Tonnen Spargel, sind etwa 92 Prozent die weiße Variante. Neben dem Bleichspargel, gibt es auch den Grünspargel, der im Einzelhandel oder auf Wochenmärkten bis Ende Juni verkauft wird. Knapp 26 000 Hektar Land werden in Deutschland für den Spargelanbau genutzt. Zum Anbau von Bleichspargel wird ein sandiger Boden verwendet, weshalb in Baden-Württemberg der Spargel hauptsächlich in der südlichen Rheinebene produziert wird.

Der Lehmboden in Mühlacker und der Region eignet sich weniger für den weißen, aber dafür umso mehr für den Grünspargel. Genau das hat der Bauernhof Stahl im Mühlacker Stadtteil Lomersheim bereits vor 15 Jahren erkannt und baut seither neben Acker, und Obst auch Gemüse, wie Grünspargel, an. „Wir befinden uns gerade genau in der Mitte der Spargelzeit. In etwa vier Wochen neigt sie sich dem Ende zu“, erklärt Bauer Matthias Stahl. Offizielles Saisonende für den Spargel ist in der Regel der 24. Juni – „durch das warme und trockene Wetter hören wir wahrscheinlich schon eine Woche früher mit dem Stechen auf“, fügt der Spargel-Experte hinzu. Die Pflanze dürfe nicht auslaugen.

Über den Rest vom Jahr müsse man der Wurzel des Gemüses viel Zeit zur Regeneration beziehungsweise zur Photosynthese geben, damit sie für die nächste Ernte genug Energie speichern kann. Seit kurzem hat der Familienbetrieb seine Fläche für den Spargelanbau erweitert. „Sowas muss weit im Voraus geplant werden“, erläutert Matthias Stahl, „damit der Humus-Wert auch richtig reguliert werden kann.“ Der Lehmboden ist im Gegensatz zum sandigen Boden sehr schwer, lässt sich allerdings durch Humuszufuhr mittels Kompostabgaben oder Gründüngung leicht verbessern. Außerdem sei es empfehlenswert, den Boden im Herbst vor der Pflanzung tiefgründig zu lockern.

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