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Foto: Symbolbild © dpa
21.11.2016

Bei Illingen: Hund bei Treibjagd von Auto erfasst und getötet

Enzkreis. Herbstzeit ist Jagdzeit. Überall im Land finden seit ein paar Wochen sogenannte Bewegungsjagden statt, um die Wildtier-Populationen zu regulieren. Eine solche fand vergangenen Samstag im östlichen Enzkreis bei Illingen statt. Hier jagten die staatlichen Jagdbezirke des Enzkreises und des Kreises Ludwigsburg mit mehreren privaten Jagdbezirken zusammen. Dabei kamen zum Aufstöbern des Wildes mehrere gut ausgebildete Jagdhunde zum Einsatz. Einer davon kam schließlich zu Tode.

Zu ihrem Schutz und aus Gründen der Verkehrssicherheit ließen die Jagdteilnehmer die Hunde erst in einem Abstand von mehr als 500 Metern zur Straße zwischen Illingen und Ensingen laufen. Zudem waren im Vorfeld an besagter Straße die erlaubte Geschwindigkeit reduziert und Warnschilder mit der Aufschrift „Achtung Treibjagd“ aufgestellt worden.

„Kurz nach Beginn des Treibens um 9 Uhr verfolgten einige Hunde mehrere Rehe, die leider ihr Heil in der Flucht über die Straße suchten“, so der Leiter des Forstamtes, Frieder Kurtz. „Dem Hund eines teilnehmenden Försters wurde dies zum Verhängnis. Beim Überqueren der Straße wurde das Tier von einem Auto überfahren, das nach Angaben nachfolgender Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs war.“ Der Fahrer habe nicht einmal angehalten, um sich zu vergewissern, was passiert war. Für den Hund kam jede Hilfe zu spät.

„Das ist für den Förster ein großer Verlust. Abgesehen davon, dass zwischen ihm und seinem Hund in der Regel eine intensive Bindung besteht, hatte der Förster zwei Jahre lang in eine anspruchsvolle Ausbildung des Tieres investiert. Bei Prüfungen hatte der Hund mehrere Preise gewonnen“, wie Kurtz ergänzt.

Das Forstamt Enzkreis appelliert deshalb an alle Autofahrer, an Stellen, wo mit Schildern vor Bewegungsjagden gewarnt wird, mit der gebotenen Vorsicht und keinesfalls mit mehr als der erlaubten Geschwindigkeit zu fahren. Kurtz: „Das dient nicht nur der Sicherheit der Jagdteilnehmer und ihrer Hunde, sondern auch der Sicherheit der Autofahrer.“