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Beim Oberderdinger Weihnachtsmarkt hatten auch die Kinder des Kindergartens an der Richard-Wagner-Straße einen Auftritt.
Beim Oberderdinger Weihnachtsmarkt hatten auch die Kinder des Kindergartens an der Richard-Wagner-Straße einen Auftritt. © Jähne
04.12.2011

Beliebter Treffpunkt im Advent

Weihnachtsmarkt erfüllt Oberderdingen mit Licht und Glanz. Viel Musik und tolles Programm im historischen Ortskern.

Dass ein Weihnachtsmarkt weitaus mehr sein kann als ein bloßer Ort des Glühweinkonsums und des Plätzchenverkaufs hat sich am Wochenende in Oberderdingen gezeigt: Vom Amtshof über den Gewölbekeller des Pfarrhauses bis auf den örtlichen Marktplatz zog sich das Meer aus insgesamt 39. Ständen, an denen auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl an unterschiedlichen Waren angeboten wurde: Geschenkartikel, Kleidungsstücke, Bücher, Nahrungsmittel, Holzarbeiten, Christbaumschmuck und vieles mehr gab es beim 26. Oberderdinger Weihnachtsmarkt käuflich zu erwerben.

Auch wenn die erste urkundliche Erwähnung des Marktes bis ins späte Mittelalter zurückreicht, so gilt doch 1985 als das offizielle Gründungsjahr, in dem der Markt zum ersten Mal stattfand, wie Thomas Nowitzki in seiner Ansprache bemerkte. Besonders Inge Dittes vom Rathausteam, die sich quasi von der ersten Stunde an um die Geschicke dieser Veranstaltung kümmert, wurde eine Menge Lob und Anerkennung zuteil.

Nowitzki machte zudem auf den hell erleuchteten Weihnachtsbaum aufmerksam, der von einer Derdinger Familie gestiftet wurde. Den Marktaufenthalt selbst sollten die Besucher für „gute Gespräche, vorweihnachtliche Inspiration, aber auch, um ein wenig die Sorgen des Alltags zu vergessen, nutzen“, so der Bürgermeister weiter. Gelegenheit dazu ergab sich nicht nur bei den zahlreichen Verkaufsständen, sondern auch beim Bestaunen des vielfältigen Programms, das die Gemeinde auf die Beine gestellt hatte: Neben mehreren musikalischen Beiträgen auf der Marktplatzbühne wurde beispielsweise im Gewölbekeller eine Spielstraße eröffnet, während am Sonntagnachmittag diverse Führungen durch den historischen Ortskern unternommen werden konnten.

Eine begeisterte Verkäuferin ist beispielsweise Michaela Kallenbach, die seit 2003 einen Stand für Holz- und Bastelarbeiten betreibt: Neben der beeindruckenden Kulisse gefällt ihr vor allem, dass der reine Kommerzgedanke auf diesem Weihnachtsmarkt nur eine untergeordnete Rolle spielt: „Die Leute kommen wirklich noch hierher, um ein besinnliches Adventswochenende zu genießen und ihren Spaß zu haben.“

Familiäre Atmosphäre

Auch Nicole Krespis schließt sich dieser Meinung an: die gebürtige Derdingerin betreibt jedes Jahr mit zwei Kolleginnen einen Stand zum Verkauf von Waffeln und Glühwein, der als beliebter Treffpunkt gilt. Vor allem, dass man immer wieder alten Bekannten begegnet, sei großartig; ebenso der Zusammenhalt innerhalb der Ortsgemeinschaft und die familiäre Atmosphäre: „Das ist es nun mal, was diese Veranstaltung so besonders macht“, so Krespis.