nach oben
Zwei eigenständige Schulen unter einem Dach in Mühlacker: So sieht das vom Enzkreis getragene Berufschulzentrum heute aus. In der Frage, wie man die Weichen für die Zukunft stellt, sind sich Georg-Kerschensteiner-Schule, die auf die Eigenständigkeit setzt, und Ferdinand-von-Steinbeis-Schule, die Vorteile bei einer Fusion sieht, nicht einig. Foto: Cichecki
Zwei eigenständige Schulen unter einem Dach in Mühlacker: So sieht das vom Enzkreis getragene Berufschulzentrum heute aus. In der Frage, wie man die Weichen für die Zukunft stellt, sind sich Georg-Kerschensteiner-Schule, die auf die Eigenständigkeit setzt, und Ferdinand-von-Steinbeis-Schule, die Vorteile bei einer Fusion sieht, nicht einig. Foto: Cichecki
13.07.2018

Berufsschulen in Mühlacker: Zeichen stehen auf Fusion

Mühlacker/Enzkreis. Es war mehr als eine politische Fußnote beim feierlichen Abschied von Georg-Kerschensteiner-Rektor Rainer Schork, dass Personalratsvorsitzender Andreas Kiefer vorhersagte, die kaufmännische Schule werde ihren in den Ruhestand scheidenden Leiter nicht lange als selbstständige Einheit überleben. Am 23. Juli werde der Kreistag eine Fusion mit der gewerblichen Ferdinand-von-Steinbeis-Schule beschließen und aus zwei Einrichtungen in Mühlacker eine machen.

Interner Stimmungstest

Beim Festakt selbst wollte niemand näher darauf eingehen. Aber es sieht ganz danach aus, dass das lange Tauziehen um die Zukunft des Berufsschulzentrums in seine entscheidende Phase geht. Tatsächlich sei am 23. Juli eine Entscheidung des Kreistags zu erwarten, sagt Landrat Bastian Rosenau auf Nachfrage der PZ. Dieses Signal hat er aus einer nicht-öffentlichen Vorberatung mitgenommen, die diese Woche im Sozial- und Kulturausschuss stattgefunden hat. Über die Inhalte dieser Beratung und über die Beschlusslage hinter verschlossenen Türen äußert sich Landrat Rosenau nicht.

Klare Tendenzen

Die Leiter der beiden betroffenen Schulen haben die Sitzung freilich verfolgt. Den Einrichtungen dürfte die Stimmungslage zumindest der Kreisräte in diesem Ausschuss klar sein.

Und da scheint es klare Tendenzen zu geben. Die eine ist offenkundig, dass die Fraktionen die Zeit reif für eine Entscheidung halten. „Die Verwaltung ist nicht mehr gebeten worden, weitere Informationen zur Frage einer Schulfusion nachzulegen“, sagt Rosenau. Es sei auch mit Blick auf Lehrer, Eltern und Schüler wichtig, das Thema nicht zu lange in der Schwebe zu lassen. Die andere Tendenz: Anscheinend gewinnen die Stimmen an Unterstützung, die sich positive Effekte für die Zukunft beider Schulen versprechen, wenn sie zum Schuljahr 2019/2020 zusammengelegt würden. Nach PZ-Informationen erntete dieser Fusionsgedanke im Sozialausschuss nun nur noch zwei Gegenstimmen und eine Enthaltung.

Langes Tauziehen

Das Tauziehen dauert schon eine Weile an. Als die Möglichkeit einer Fusion vergangenes Jahr bekannt geworden war, hatte das vor allem an der Georg-Kerschensteiner-Schule Proteste ausgelöst.

Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Mehr zum Thema:

Streit um Berufsschulen entspannt sich

In der Aula flogen die Fetzen - Kerschensteiner-Schüler laufen Sturm gegen Fusion der Kreis-Berufsschule

Ringen um Berufsschulen - Sollen Stenibeis- und Kerschensteiner Schule fusionieren?

Protest gegen Verschmelzung von Berufsschulen in Mühlacker

Georg-Kerschensteiner-Schule: Lehrer und Schüler vereint gegen Fusion

Meinungsbild über die angedachte Fusion der Berufsschulen in Mühlacker angestrebt