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Die verletzten Schüler wurden von den Rettungskräften teilweise noch direkt vor Ort versorgt. Foto: Warmke
Die verletzten Schüler wurden von den Rettungskräften teilweise noch direkt vor Ort versorgt. Foto: Warmke
11.01.2019

Böllerunglück an Mörike-Realschule wirft neue Fragen auf

Mühlacker. Der Vorfall ist in Mühlacker und der Region das beherrschende Thema der vergangenen Tage gewesen: Am Montagvormittag explodiert in der Hand eines 15-jährigen Schülers der Mörike-Realschule ein Böller, verletzt diesen und 14 weitere Jugendliche – und sorgt für ein Großaufgebot an Rettungskräften. Doch auch Tage nach dem Vorfall sind noch Fragen offen – und wie die Polizei auf Nachfrage der PZ erklärt, haben sich weitere Ermittlungsansätze ergeben.

Beispielsweise wird derzeit untersucht, ob der 15-Jährige den Böller selbst zündete oder ob er ihn von einem Mitschüler in die rechte Hand gereicht bekam, wo der Feuerwerkskörper schließlich explodierte. Durch die Detonation verlor der Jugendliche laut Angaben der Ermittler einen Finger sowie an weiteren Fingern Glieder. Umstehende Klassenkameraden erlitten Knalltraumata sowie in mindestens einem Fall Augenverletzungen, die allerdings ambulant behandelt werden konnten.

[ Nach Vorfall an Mühlacker Schule: Das sind die Gefahren von Böllern ]

„Wir sind derzeit dabei, weitere Zeugen zu befragen und die bisher gesammelten Hinweise zu einem Gesamtbild zusammenzufügen“, erklärt Ralf Minet, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe. Die Ermittler warten zudem nach wie vor auf die Ergebnisse der Kollegen des Landeskriminalamts (LKA), die sämtliche Überreste des Böllers auswerten. In der kommenden Woche erhofft man sich Klarheit darüber, ob der Böller illegal hergestellt worden ist oder ob es sich um einen handelsüblichen Knallkörper handelte.

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