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Die Frage, wie die neue Stadthalle im Herzen Mühlackers gestaltet werden soll und wann diese errichtet wird, kann derzeit nicht beantwortet werden. Foto: PZ-Archiv
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Der in die Jahre gekommene Westflügel könnte abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Foto: PZ-Archiv

Brache statt Stadthalle? Mühlackers Stadtmitte könnte langer Stillstand drohen

Mühlacker. Der Bau der neuen Stadthalle in Mühlacker könnte sich erheblich verzögern. Die Sanierung des Schulzentrums Lindach geht für viele inzwischen vor – und die Kapazitäten sind mehr als begrenzt.

Womöglich wird sich die Stadt Mühlacker auf eine deutlich längere Ungewissheit hinsichtlich der Zukunft in der Stadtmitte einstellen müssen als bislang angenommen. Denn die Prioritäten innerhalb des Gemeinderats haben sich offenbar längst verschoben – weg vom Bau einer neuen Stadthalle, hin zur Abarbeitung der Großprojekte Feuerwache, Sanierung des Schulzentrums Lindach und Neugestaltung der Ziegelei.

In diesen Tagen kurz vor der Kommunalwahl ist es schwierig, jemanden zu einer offiziellen Aussage zu bewegen – schließlich gilt das Versprechen und auch ein Beschluss, wonach die Stadtmitte bald angegangen werden soll. Doch hinter vorgehaltener Hand ist zu hören, dass sich Mühlacker wohl auf einen Stillstand in der Stadtmitte einstellen muss.

„Bei uns in der Fraktion glaubt keiner daran, dass in den nächsten fünf Jahren eine Stadthalle gebaut wird“, sagt ein langjähriger Stadtrat zur PZ.

Es gehe ja nicht nur um die exorbitanten Summen, von denen bislang keiner wisse, wie die Stadt diese aufbringen soll, sondern auch um die Folgekosten, die für den Unterhalt des Neubaus anfallen.

Für die Stadträte ist die Situation nicht einfach: Nach dem Abriss des Mühlehofs galt als Konsens, sofort mit den Bau einer Stadthalle als Ersatz beginnen zu wollen. Doch Stück für Stück erwies sich dieses Vorhaben als Makulatur. Die ersten groben Kostenschätzungen in Höhe von 23 Millionen Euro waren für die Gremiumsmitglieder ein regelrechter Schock. Inzwischen stellen sich viele die Frage, ob das Großvorhaben überhaupt finanziert werden kann – und wenn ja, wann. Gleichzeitig wollen die Stadträte dem Eindruck entgegenwirken, man bekomme nichts gebacken und es gehe generell zu wenig voran in Mühlacker. „Mit diesem Vorwurf werden wir als Vertreter der Stadt immer wieder konfrontiert“, sagt ein Gremiumsmitglied.

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