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Rund 120 Feuerwehrleute bekämpfen den Brand in einer Illinger Recyclingfirma.  © Meyer
24 Feuerwehr-Fahrzeuge und acht Rettungs- und Krankenwagen plus mehrere Polizeiautos waren bei einem Brand in einer Illinger Recyclingfirma im Einsatz. Es gab Verletzte und einen Sachschaden im hohen sechsstelligen Bereich. © Meyer
07.03.2014

Brand in Illinger Firma: Großeinsatz für Feuerwehren - Vier Verletzte

Großalarm in Illingen. Um 18.38 Uhr geht bei der Polizei ein Notruf von der Süddeutschen Recycling GmbH ein. Im Recyclingwerk an der Jakob-Friedrich-Wanner-Straße 1 ist ein Brand ausgebrochen. Und dann zuckt in kurzen Abständen Blaulicht durch den Ort, in dem es unangenehm nach verbranntem Kunststoff und anderen Rauch-Gerüchen stinkt. Bislang wird der Brandschaden auf rund 700.000 Euro geschätzt.

Bildergalerie: Vier Verletzte bei Brand in Illinger Recyclingfirma

Innerhalb weniger Minuten stellt sich heraus, dass die Illinger Feuerwehr Unterstützung braucht, insbesondere Atemschutz und Löschschaum ist gefragt. Am Ende reihen sich laut Kreisbrandmeister Christian Spielvogel 24 Feuerwehr-Fahrzeuge aus Illingen, Mühlacker, Maulbronn, Vaihingen/Enz und Pforzheim um den Brandort. Rund 120 Feuerwehrleute helfen, den Brand zu löschen. Auch Fahrzeuge vom Technischen Hilfswerk sind nach ersten, noch unbestätigten Informationen im Einsatz gewesen, wohl um die Wasserversorgung sicherzustellen.

Doch das war noch nicht genug Blaulicht und Martinshorn. 19.24 Uhr geht beim DRK der Notruf ein, dass es einen Verletzten gebe. Im Minutentakt schnellt die Zahl auf 15 Verletzte hoch. Fünf Rettungswagen aus Mühlacker und Pforzheim fahren an, dazu ein Notarzt aus Mühlacker und zwei Fahrzeuge des Illinger DRK-Ortsvereins. Am Ende kommen vier Personen mit Verdacht auf Rauchgas-Vergiftung in umliegende Krankenhäuser. Mehrere Streifenwagen sind ebenfalls im Einsatz und sperren die Straße zwischen Illingen und Vaihingen-Ensingen ab.

In einer Abfallsortiermaschine soll Material in Brand geraten sein, heißt es am Freitagabend. Flammen sollen aus der Maschine geschlagen haben, während das brennende Material über ein Förderband weitergezogen wurde und noch eine Absauganlage in Brand setzte, die das Feuer auch an die Außenseite der Halle brachte. So habe es schließlich zwei Brandstellen gegeben – eine in der Halle und eine weitere außen. Als das Feuer ausgebrochen sei, hätten sich mehrere Personen in der Halle aufgehalten, sagt Kreisbrandmeister Spielvogel. Sie hätten zunächst selbst versucht das Feuer zu löschen, dann aber die Feuerwehr alarmiert und die Halle verlassen.

„Wir hatten die Lage im Griff“, sagt Spielvogel. Unter anderem deshalb, weil die ersten Feuerwehrleute am Einsatzort sofort die Alarmstufe erhöht und Verstärkung angefordert hätten. Die Polizei ging am Abend von einem Schaden in Höhe von rund 700.000 Euro aus. Doch das muss noch nicht die Obergrenze gewesen sein.

Kriminaltechniker werden sich den Brandort am Samstagmorgen noch genauer ansehen. Über die Brandursache gibt es noch keine Informationen.