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Rund 100 Einsatzkräfte mussten am Sonntagabend gegen ein Feuer in Sternenfels kämpfen. © Keller
Bei einem Brand auf einem Gelände einer Firma in Sternenfels wurden zwei Feuerwehrleute schwer verletzt. © Keller
27.11.2016

Brand in Sternenfels: Feuerwehrleute auf Intensivstation - 500.000 Euro Schaden

Nach einem Brand auf dem Gelände einer Galvanik-Firma im Sternenfelser Industriegebiet sind am Sonntagnachmittag zwei Feuerwehrmänner ins Krankenhaus eingeliefert worden. Wie Kommandant Klaus Riekert gegenüber der „Pforzheimer Zeitung“ am Abend sagte, müssen die beiden auf der Intensivstation behandelt werden. Lebensgefahr bestehe allerdings nicht. Laut Polizei wurden insgesamt acht Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr durch Rauch- und Brandgase verletzt.

Bildergalerie: Brand auf dem Gelände einer Firma in Sternenfels

Zudem musste der Weihnachtsmarkt im Ort evakuiert werden. Mit Hilfe von Lautsprecherdurchsagen wurden die Besucher zum Verlassen aufgefordert. Darüber hinaus wurde die Bevölkerung darüber informiert, dass aus Sicherheitsgründen die Türen und Fenster in den Häusern einige Zeit geschlossen bleiben mussten.

Laut Polizei war das Feuer gegen 15.30 Uhr in einer Halle der Metall verarbeitenden Firma am Ferdinand-von-Steinbeis-Ring ausgebrochen, ein Vollbrand und ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude konnte verhindert werden. Eine schwarze Rauchsäule war weithin sichtbar. Laut Kommandant Riekert traten Schadstoffe aus, die zur Evakuierung des Weihnachtsmarktes führten. Messungen der Feuerwehr ergaben jedoch, dass in dem Brandrauch außerhalb des Gebäudes keine über den eigentlichen Schadstoffgehalt hinausgehenden Gefahrstoffe nachweisbar waren.

Die Feuerwehr habe die Situation, nachdem spezieller Löschschaum der Kollegen aus Pforzheim angefordert worden war, schnell unter Kontrolle bringen können. Danach habe man sich darauf konzentrieren können, restliche Glutnester zu löschen, wie die Feuerwehr zunächst berichtete. Insgesamt seien rund 100 Einsatzkräfte der Wehren Sternenfels, Mühlacker, Maulbronn, Illingen, Niefern und Pforzheim sowie vom DRK und der Polizei im Einsatz gewesen, um den Brand zu bekämpfen.

Vom Roten Kreuz waren zwei organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, ein leitender Notarzt, ein Notarzteinsatzfahrzeug, vier Rettungswagen, die ehrenamtlichen „Helfer vor Ort“ des DRK Sternenfels sowie zwei Mitglieder der Kreisbereitschaftsleitung. Aufgrund von Gefahrstoffen im Brandobjekt wurden alle eingesetzten Feuerwehrkräfte anschließend von den Einsatzkräften des DRK gesichtet, sieben von ihnen wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Die Ermittlungen zur Brandursache wurden noch am Abend aufgenommen und werden am Montag fortgeführt. Die Polizei geht von einem Schaden in Höhe von bis zu 500 000 Euro aus. Aus Sorge um die Bevölkerung wurde im örtlichen Gemeindehaus vorübergehend eine Untersuchungsstelle eingerichtet. Dort meldeten sich am Sonntagabend sieben Bürger, die über Reizungen klagten. Sie wurden ärztlich versorgt.