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25.02.2017

Brandschutz an der Sternenfelser Schule geht ins Geld

Sternenfels. Rund 170.000 Euro muss die Gemeinde Sternenfels in die Hand nehmen, um die Sicherheit von Kindern und Lehrern der Grundschule im Fall eines Brandes sicherzustellen. Im Wesentlichen geht es um den Anbau eine Fluchttreppe an der westlichen Gebäudefront sowie den Einbau zweier automatischer Brandschutztüren in beiden Fluren, um im Erd- und im Obergeschoss sogenannte Rauchabschnitte bilden zu können, die die Ausbreitung von Rauch eindämmen sollen. Verwunderung löste im Gemeinderat der Umstand aus, dass die Sicherstellung des Brandschutzes bei der energetischen Sanierung der Schule vor wenigen Jahren nicht bereits miterledigt und auch vom damaligen Architekten nicht für erforderlich erachtet wurde.

Der mit der aktuellen Planung betraute Architekt Martin Wypior (Stuttgart) nahm seinen Berufskollegen jedoch insofern in Schutz, dass es früher Ermessensspielräume gegeben habe und die Arbeiten dann damals Geld in ähnlicher Höhe wohl gekostet hätten. Zum Anbau der Fluchttreppe werde im Bestand lediglich ein Fenster- gegen ein Türelement ausgetauscht. Gemeinderat Hartmut Gutjahr (Freie Wähler) wies darauf hin, dass die jetzt gefundene Lösung in enger Abstimmung mit dem örtlichen Feuerwehrkommandanten und Ratskollegen Klaus Riekert erfolgte. Es sei ein „Kompromiss mit Maß und Ziel“, nachdem in der Vergangenheit bereits Kosten von bis zu 300 000 Euro im Raum gestanden hätten. Riekert gab seinerseits zu bedenken, ob der geplante Zeitrahmen für die in den Sommerferien geplanten Brandschutzarbeiten überhaupt realistisch sei. Gegebenenfalls müsste ein zweiter Bauabschnitt in die Herbstferien oder sogar ins nächste Jahr hinein verschoben werden.