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Verkehrsärger: Bürger hinterfragen A 8-Umleitungs-Strecken.
Verkehrsärger: Bürger hinterfragen A 8-Umleitungs-Strecken © Küppers
14.10.2011

Bürger hinterfragen A8-Umleitungs-Strecken

Wer in einem Ort nahe an der A 8 wohnt, kennt das Phänomen: Stockt der Verkehr auf der Autobahn, spürt man das vor der eigenen Haustür. Autofahrer und Brummilenker versuchen, den Stau zu umfahren: auf Umleitungsstrecken wie der U26, die den Verkehr über Pinache, Öschelbronn und Niefern Richtung A-8-Anschluss Pforzheim-Ost lotst.

In Pinache klagen Anwohner der Ortsdurchfahrt schon lange über starken Verkehr und besonders viele Lastwagen, die oft durch den Ort rumpeln.

Befeuert wurden solche Sorgen zuletzt durch die Diskussionen um eine PKW-Maut für Autobahnen und die Angst, so etwas könne noch mehr Autos in die Orte treiben.

Zuständig für diese Strukturen in der Region ist das Regierungspräsidium Karlsruhe. Dessen Sprecher Uwe Herzel sagt, es sei im Grunde auch im Interesse der Planer, die Umleitungen möglichst nicht über Ortsdurchfahrten zu führen. In der Praxis sei das aber kaum zu umgehen. Denn für solche Routen würden leistungsfähige Straßen gebraucht. Landes- und Bundesstraßen zumeist. Und diese wiederum seien in der Regel die wichtigsten Verbindungen zwischen den Ortschaften. In Pinache ist das beispielsweise die Landestraße 1134, in Öschelbronn und Niefern die L 1125. Und auch in anderen Kommunen an U-Routen wie Wurmberg, Friolzheim, Mönsheim oder Heimsheim liegen diese auf Landesstraßen.

Laut Herzel könnten in der Regel nur neue Straßen wie Ortsumgehungen oder neue Autobahnanschlüsse größere Änderungen ermöglichen. Eine Aussicht auf jedenfalls kurzfristige Erleichterung gibt es freilich für die Orte im Heckengäu. Am kommenden Montag verschwindet in diesem Autobahnabschnitt die letzte Baustelle zum sechsspurigen Ausbau – und damit eine große Staufalle. hei