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Roland Suedes (links) war von Anfang an die treibende Kraft bei der Tempo-30-Forderung in Kleinvillars. Ein offenes Ohr für die Belange der Bürger in dem Knittlinger Stadtteil fand er stets bei SPD-Stadtrat Michael Arnold. Foto: Schrader
Roland Suedes (links) war von Anfang an die treibende Kraft bei der Tempo-30-Forderung in Kleinvillars. Ein offenes Ohr für die Belange der Bürger in dem Knittlinger Stadtteil fand er stets bei SPD-Stadtrat Michael Arnold. Foto: Schrader
10.02.2019

Bürger in Kleinvillars wollen Erweiterung der Tempo-30-Zone

Knittlingen-Kleinvillars. Mehrere Jahre kämpften die Bürger in Kleinvillars für Tempo 30 auf ihrer Ortsdurchfahrt. Belohnt wurden sie im November 2017 mit einer zeitlich und räumlich eingeschränkten Geschwindigkeitsreduzierung. Zufrieden sind damit nur die Wenigsten, weiß Roland Suedes, die treibende Kraft im Kampf um Tempo 30 in Kleinvillars.

Denn die reduzierte Geschwindigkeit gilt lediglich von 7 bis 15 Uhr und auch nur in einem kurzen Abschnitt auf Höhe des Kindergartens. Die Bürger wollen eine Erweiterung der Zone bis zur Bushaltestelle und eine Ausdehnung des zeitlichen Limits. „Es geht um die Schüler, die entlang der Ortsdurchfahrt zur Bushaltestelle laufen, dort in den Bus ein- und aussteigen und die Straße überqueren“, verdeutlicht Suedes. Und da die Verkehrsteilnehmer kurz nach der Engstelle wieder Gas geben dürfen, sei das gefährlich für die Kinder.

Suedes wohnt direkt an der Ortsdurchfahrt nahe der Engstelle und hat daher einen guten Blick auf das Verkehrstreiben. „Die wenigsten bremsen runter auf 30,“ sagt er. Die Poller, die vor einigen Jahren installiert wurden, damit der Verkehr, der sich in der Engstelle begegnet, nicht mehr auf den Gehweg ausweichen kann, hätten „schon ein bisschen was“ gebracht, findet Suedes. Dennoch fahren viele immer noch zu schnell, sagt er. Neu ist die Forderung der Bürger in Kleinvillars nicht. Immer wieder haben Stadträte in den vergangenen Monaten den Wunsch der Bürger gegenüber der Knittlinger Stadtverwaltung geäußert. Allen voran Michael Arnold von der SPD-Fraktion.

Hauptamtsleiter Stephan Hirth kann die Forderung der Bürger nachvollziehen und hält es durchaus für zumutbar für Autofahrer, wenn die Tempo-30-Zone bis zur Haltestelle ausgeweitet werden würde. „An der Bushaltestelle steigen schließlich auch die Erstklässler ein und aus, die ja in Knittlingen keine eigene Grundschule haben“, argumentiert er. Ob die Bürger mit ihrer Forderung Erfolg haben, kann er nicht sagen. Denn entscheiden darf hier nur das Verkehrsamt des Enzkreises. Wo eine Tempo-30-Zone eingerichtet wird, sei in der Regel eine Einzelfallentscheidung und komme auf mehrere Kriterien an, erklärt Hirth. Er versicherte bereits kürzlich auf einer Gemeinderatssitzung und vergangene Woche auch gegenüber der PZ nochmals, die Forderung bei der Verkehrsschau am 23. Mai zur Sprache zu bringen. Er empfiehlt den Bürgern in Kleinvillars, sich auch an die jeweiligen Landtagsabgeordneten zu wenden.

stichel
11.02.2019
Bürger in Kleinvillars wollen Erweiterung der Tempo-30-Zone

Was treibt diese Leute eigentlich an? Da kann man doch ohnehin kaum schneller fahren. mehr...