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Diese Idee für eine neue Fassade für den Mühlehof hatte der Pforzheimer Architekt Peter W. Schmidt bereits vor rund zehn Jahren. Noch vor der Realisierung wechselte der damalige Investor 2006 aber den Architekten. Foto: Büros Peter W. Schmidt Architekt BDA
Diese Idee für eine neue Fassade für den Mühlehof hatte der Pforzheimer Architekt Peter W. Schmidt bereits vor rund zehn Jahren. Noch vor der Realisierung wechselte der damalige Investor 2006 aber den Architekten. Foto: Büros Peter W. Schmidt Architekt BDA
26.12.2016

Bürgerinitiative hofft auf Umbau des Mühlehofs

Mühlacker. Nachdem die Investoren bei der Mietersuche um eine weitere Fristverlängerung gebeten haben und das geplante Erlenbach Center auf dem Areal des Mühlehofs damit zu scheitern droht (PZ berichtete), meldet sich nun auch die Bürgerinitiative „Kultur in Mühlacker“ erneut zu Wort. „Wir stellen uns einen Umbau des Mühlehofs vor – unter Beibehaltung der Bausubstanz. Also keinen Totalabriss“, erklärt Sprecher Ulrich Bandle in einem Schreiben an die „Pforzheimer Zeitung.

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Der Kulturteil, der heute kaum noch als solcher zu erkennen sei, solle nach außen sichtbarer gemacht und optisch und technisch auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden. „Handel ist an diesem Standort gescheitert. Deshalb muss man prüfen, in wie weit man die restlichen Flächen für die Volkshochschule, das Bürgerbüro des Finanzamtes sowie Büros oder Arztpraxen umwandeln kann. Möglicherweise ist auch integrierter Wohnungsbau möglich“, so Bandle. Ihm schwebt vor, dass der Kulturbereich in städtischer Hand bleibt.

Die Bürgerinitiative „Kultur in Mühlacker“ habe diese Idee bereits mit einem Architekten besprochen, so Bandle. Durch die Miteinbeziehung privater Investoren für den nicht kulturellen Bereich, könnte ein Teil der entstehenden Umbaukosten mitgetragen werden, ist laut Bandle eines der Ergebnisse dieses Gesprächs. Der Sprecher der Bürgerinitiative fordert zudem, dass schnellstmöglich eine Machbarkeitsstudie beschlossen und auf den Weg gebracht wird. Außerdem sollten aus seiner Sicht die Bürger bei den Planungen einbezogen werden. „Durch die Schaffung eines ‚Arbeitskreises Mühlehof‘ sollte den Bürgern die Möglichkeit gegeben werden, sich in dieser Angelegenheit mit engagieren zu können“, schreibt Bandle, der noch ergänzt: „Wir wünschen uns ein Miteinander, für die Zukunft des Mühlehofs. Ein gemeinsames Handeln wie bei der Gartenschau wird uns zu einem guten Ergebnis bringen.“

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