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Kräuterhexe Gabriele Bickel, Ausstellerin Rahel Heck und die Enzberger Erika und Manfred Kleinmüller genießen den guten Zulauf beim mittlerweile zehnten Maulbronner Kräuter- und Erntemarkt. Foto: Prokoph
Kräuterhexe Gabriele Bickel, Ausstellerin Rahel Heck und die Enzberger Erika und Manfred Kleinmüller genießen den guten Zulauf beim mittlerweile zehnten Maulbronner Kräuter- und Erntemarkt. Foto: Prokoph
Insgesamt besuchen am Wochenende rund 16.000 Menschen den Klosterhof in Maulbronn. Foto: Prokoph
Insgesamt besuchen am Wochenende rund 16.000 Menschen den Klosterhof in Maulbronn. Foto: Prokoph
Vom Kloster Königsmünster zapft Pater Werner Bier für den Leipziger Andreas Michel, der in Maulbronn zu Besuch ist. Foto: Prokoph
Vom Kloster Königsmünster zapft Pater Werner Bier für den Leipziger Andreas Michel, der in Maulbronn zu Besuch ist. Foto: Prokoph
09.09.2018

Bunte Vielfalt im klösterlichen Ambiente beim Kräuter- und Erntemarkt in Maulbronn

Maulbronn. Der Duft nach würzigen Kräutern, Gemüse und Obst erfüllte am Wochenende den idyllischen Maulbronner Klosterhof. Und bei herrlichem Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen schlenderten insgesamt über 16.000 Besucher an beiden Tagen gemütlich über das Klosterareal.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagte die Kräuterhexe und zugleich Initiatorin des Erntefestes Gabriele Bickel, die mit der Klosterverwaltung zusammen die mittlerweile zehnte Auflage dieses Marktes veranstaltete. Über den Klosterverwalter Peter Braun sei der Kontakt zum Kloster Königsmünster aus Meschede entstanden, das in diesem Jahr erstmals beim Markt dabei war, freute sich Bickel.

Das Bier, das in der Flasche reift

Am Stand der Abteil Königsmünster zapfte Pater Werner das edle Champagnerbier. Mit 40 Mönchen lebt der Pater im Kloster. Und von den Mönchen stammt die Rezeptur für das feine Bier, das in der Flasche reift. „Wir sind sehr begeistert von dem schönen Klosterambiente in Maulbronn“, sagte Pater Werner.

An den rund 60 Ständen verweilten am Samstag zahlreiche Besucher, die auch kräftig einkauften. „Kräuter sind heutzutage viel wichtiger geworden, weil die Menschen die Natur wieder als Heil- und Genussquelle entdeckt haben“, sagte Bickel im Gespräch. Sie legt bei dem Markt auch Wert darauf, dass sich die Stände nicht zu dicht auf die Pelle rücken und die Besucher somit noch genug Platz und Muse haben, die Auslegware in aller Ruhe zu begutachten.

Schon seit Beginn gehört Rahel Heck mit ihren Kürbissen zu den Ausstellern, deren Stand gut besucht wird. „Wir sind von dem Markt begeistert“, berichteten an ihrem Stand die beiden Enzberger Besucher Erika und Manfred Kleinmünster. Und auch die Pinacherin Ilse Beuchle gehört zu den regelmäßigen Gästen des Maulbronner Kräutermarktes. „Das ist der schönste Markt in unserer Gegend“, sagte sie voller Lob. Schon seit 40 Jahren beschäftigt sich die ausgebildete Pharmazeutikerin Gabriele Bickel mit Kräutern und hat darüber sogar schon zwölf Bücher geschrieben.

Und seit 21 Jahren betreibt die heute 63-Jährige ihr Geschäft „Kräuterhexe“ in Maulbronn, macht Führungen im Kloster, gibt Seminare und hat auf dem Areal sogar einen Kräutergarten angelegt. „Die Hitze hat dem Kräutergarten ziemlich zugesetzt“, sagte Bickel. Deshalb müsse sie ihn neu anpflanzen.

„Etwas ganz Besonderes“

„Das ist ein verträumter Markt“, sagte die Ötisheimerin Melanie Klein, die am Samstag zum ersten Mal da war. Lob kam auch von der Maulbronnerin Iris Wildrich, die jedes Jahr kommt. Denn: „Der Markt ist etwas ganz Besonderes in unserem schönen Klosterambiente.“

Zu den Stammausstellern zählt auch Andreas Ullrich aus Perouse. „Unsere Strohblumen waren diesmal ganz schnell weg“, berichtete er. Und bei den Landfrauen aus Zaisersweiher konnte man, wie schon seit Beginn des Marktes, gemütlich in der Sonne sitzen und sich Kaffee und selbst gebackenen Kuchen schmecken lassen.