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Günter Bächle (Mitte) wurde von Wolfgang Schreiber (von links, CDU Mühlacker), Ehefrau Johanna Bächle, Oberbürgermeister Frank Schneider, Landrat Bastian Rosenau, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, dem Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum sowie Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus zu seiner Auszeichnung beglückwünscht.  Foto: Lutz 

CDU-Urgestein Günter Bächle erhält das Bundesverdienstkreuz

Mühlacker. Ob es Günter Bächle recht wäre, mit Wolfgang Schäuble verglichen zu werden? Die Parallelen liegen jedenfalls auf der Hand: Beide sind Urgesteine der CDU, beide sitzen seit Mitte der 1970er Jahre in Gremien und Parlamenten, beiden macht auf Sachebene in der Regel keiner etwas vor – und beide wissen auch, wie man wortgewaltig in der Öffentlichkeit und machtpolitisch im Hintergrund Fäden zieht. Es gibt Unterschiede, natürlich. Bächle ist weit weniger konservativ als Schäuble – beispielsweise.

Ob es Günter Bächle recht wäre, mit Wolfgang Schäuble verglichen zu werden?

Die Parallelen liegen jedenfalls auf der Hand: Beide sind Urgesteine der CDU, beide sitzen seit Mitte der 1970er Jahre in Gremien und Parlamenten, beiden macht auf Sachebene in der Regel keiner etwas vor – und beide wissen auch, wie man wortgewaltig in der Öffentlichkeit und machtpolitisch im Hintergrund Fäden zieht. Es gibt Unterschiede, natürlich. Bächle ist weit weniger konservativ als Schäuble – beispielsweise.

Seit gestern haben Schäuble und Bächle aber eine weitere Gemeinsamkeit: Sie sind nun beide Träger des Bundesverdienstkreuzes. Im Rahmen einer Feierstunde in der historischen Kelter in Mühlacker wurde Bächle der Orden für sein jahrzehntelanges Wirken in verschiedensten lokalpolitischen Ämtern verliehen.

Wer Bächle kennt, der weiß, dass es für ihn wenig anderes gibt als die Politik. Es gibt Tage, an denen sich Sitzung an Sitzung reiht. Und all das hat Bächle früher neben seinem Beruf als Zeitungsredakteur geschafft. Heute, als Rentner, hat er mehr Zeit. Aber mehr Ruhe hat er eher nicht. Der 68-Jährige ist nach wie vor unermüdlich im Einsatz. Zu politischen Fragen ist Bächle fast immer erreichbar, wenn nicht per Telefon, dann über Mail, soziale Medien oder SMS.

Es gibt diese Bezeichnung nicht, aber der „Berufslokalpolitiker“ wäre ein Titel, dem Bächle sicherlich gerecht werden würde wie wenig andere. Sein steter Einsatz, seine Verlässlichkeit, seine Lust am Streit für die Sache – all diese Punkte hoben die Laudatoren gestern Abend besonders hervor. Gekommen waren nicht nur zahlreiche Kollegen aus den verschiedenen Gremien, denen Bächle angehört, sondern auch Weggefährten aus seinem Berufsleben sowie Ehrengäste wie der ehemalige Ministerpräsident Stefan Mappus, für den Bächle eine Art Ziehvater gewesen ist.

Eine besondere Überraschung für Bächle war die Videobotschaft von Günther Oettinger, der aus Brüssel seine Glückwünsche für den Duzfreund überbrachte und dessen Beharrlichkeit lobte. Über Jahrzehnte hinweg, so der ehemalige Ministerpräsident, habe Bächle es nicht nur verstanden, selbst Politik zu machen, sondern als Journalist auch darüber zu schreiben und das Metier den Lesern näherzubringen.

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