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Bürgermeister und WLSB-Präsident Andreas Felchle hat beim CDU-Neujahrsempfang über den hohen Stellenwert der Vereinsarbeit referiert. Foto: Roller
Bürgermeister und WLSB-Präsident Andreas Felchle hat beim CDU-Neujahrsempfang über den hohen Stellenwert der Vereinsarbeit referiert. Foto: Roller
14.01.2018

CDU-Neujahrsempfang in Mühlacker: Ehrenamt als Demokratie-Basis

Mühlacker. Alles andere als altmodisch sei das Ehrenamt im Verein, sagte Andreas Felchle beim Neujahrsempfang der Mühlacker CDU in der Musikschule Gutmann. Der Maulbronner Bürgermeister und Präsident des Württembergischen Landessportbunds (WLSB) ist sicher: „Das Ehrenamt im Verein ist unsere Zukunft.“ Und es stellt aus seiner Sicht die Basis für die parlamentarische Demokratie dar.

Der WLSB mit seinen mehr als 5700 Mitgliedsvereinen sei ein wichtiger Partner der Landesregierung, so Felchle. In den Sportvereinen übernehme man viele wichtige gesellschaftliche Aufgaben. Etwa, wenn es um Integration, Inklusion oder Bildung gehe. Außerdem komme Vereinen eine zentrale Rolle bei der Jugendarbeit und bei der bewussten Herausbildung von Eliten zu. Deshalb sei jede Unterstützung der Vereine, vom Bund, vom Land und von den Kommunen, „unheimlich wichtig“, sagte Felchle. Eine Regel, die er in seiner Funktion als Maulbronner Bürgermeister berücksichtige. Der WLSB-Präsident sieht in den Vereinen außerdem einen „Lernort der Demokratie“.

Zur Demokratie gehöre unter anderem, uneigennützig zu handeln, gemeinsam Regeln aufzustellen, diese umzusetzen und zu akzeptieren. Wer in einem Verein ein Amt übernehme, der tue das oft nicht nur für eine gewisse Zeit, so Felchle: Vorstandsmitglieder, Übungsleiter und Trainer müssten sich oft über Jahre und Jahrzehnte auf ein Amt einlassen. Und das, obwohl sie am Beginn ihrer Amtszeit nicht wüssten, was später auf sie zukomme. In den meisten Fällen hätten sie davon keinen materiellen Vorteil. Was freilich nicht bedeute, dass die Arbeit umsonst sei. Die Demokratie beruhe auf nachhaltiger Volksvertretung, sagte Felchle: „Und die wird jeden Tag in Vereinen gelebt.“

Zuvor hatte der stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbands, Peter Napiwotzky, auf das vergangene Jahr zurückgeblickt und unter anderem an den Beschluss zum Kauf des Ziegeleigeländes, an die Ansiedlung von ThyssenKrupp, an die Inbetriebnahme der Lindach-Sporthalle und an die Wiederwahl Frank Schneiders als Oberbürgermeister erinnert. Auch 2018 bleibe es spannend. Etwa bei der Erschließung des Ziegeleigeländes oder beim Abriss des Mühlehofs. Für die musikalische Umrahmung des CDU-Neujahrsempfangs sorgten drei Schüler der Musikschule Gutmann: Marie Scheffel an der Violine, Thalisia Schein und David Hellenbrandt am Klavier.