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23.11.2017

Caritas-Pläne in Illingen stoßen auf Widerstand

Illingen. Bürgerinitiativen werden immer beliebter – das zeigt sich derzeit auch in Illingen. Nachdem bereits Einwohner gemeinsam gegen die geplante Flurneuordnung vorgehen, haben sich nun rund 22 Einwohner und ihre Familien zur „Bürgerinitiative gegen die Zerstörung des Wiesentals“ zusammengefunden.

Sie sind gegen ein Projekt der Caritas Pforzheim auf der Wiesenfläche zwischen der Wendeschleife der Mühlstraße und dem Fußweg „Brandwegle“. Dort soll laut Caritas-Vorstandsvorsitzendem Frank-Johannes Lemke ein Wohnheim für Menschen mit schwersten geistigen und mehrfachen Behinderungen entstehen – ähnlich dem Haus am Kappelhof in Pforzheim. Möglichst bald will Lemke das Projekt auch bei einer öffentlichen Veranstaltung den Bürgern vorstellen. „Das wollen wir aber erst machen, wenn wir ausreichend Informationen haben“, sagt Lemke, der auch auf Gutachten verweist, die in Auftrag gegeben worden seien. Noch habe man auch keine offizielle Bauanfrage gestellt, macht Lemke klar, sondern lediglich in einer nichtöffentlichen Sitzung die Gemeinderäte über die Pläne informiert. Den Standort hält die Bürgerinitiative rund um Ingo Weimer allerdings für ungeeignet. So sei das Wiesental als Wasserschutzgebiet Zone II besonders geschützt. Zudem verweist er auf die Vielzahl von Tieren, die sich in diesem Gebiet angesiedelt hätten – wie Fledermäuse, Insekten und Vogelarten. Die Bürgerinitiative hat zudem Bedenken hinsichtlich der Verkehrssituation. „Die einzige mögliche Zufahrt zum Wiesental erfolgt über die Mühlstraße, welche eine Sackgasse ist und mit einer kleinen Wendeplatte endet. Die Mühlstraße ist äußerst unübersichtlich und beengt“, so Weimer, der dadurch auch Probleme im Brand- oder Katastrophenfall fürchtet.

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