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Das geplante Wohnheim für Schwerbehinderte (Illustration) in Illingen ist weiterhin sehr umstritten. Foto: PZ-Archiv
Das geplante Wohnheim für Schwerbehinderte (Illustration) in Illingen ist weiterhin sehr umstritten. Foto: PZ-Archiv
11.10.2018

Caritas-Streit: Illinger Bürger auf Konfrontationskurs

Illingen. Der Streit schwelt schon etliche Monate – nun soll am Sonntag ein Bürgerentscheid darüber Klarheit bringen, ob das geplante Behindertenwohnheim im Illinger Wiesental errichtet werden kann oder nicht.

Klar ist schon heute: Befürworter und Gegner des Vorhabens sind sich in den vergangenen Wochen nicht näher gekommen – ganz im Gegenteil. Bei etlichen Vor-Ort-Terminen, in Leserbriefen und persönlichen Gesprächen haben beide Seiten noch einmal ausführlich ihre Positionen dargelegt. Nun ist es an den Bürgern, eine Entscheidung zu treffen.

Im Endspurt melden sich nun noch einmal beide Seiten zu Wort: Für die Befürworter gaben nun Illingens SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Kluge, SPD-Kreisrat Hans Vester aus Straubenhardt sowie der Elternvertreter Bruno Kohl dem Caritasdirektor Frank-Johannes Lemke Schützenhilfe, indem sie sich für das Projekt aussprachen. Bei einem Treffen im Wiesental, wo das Wohnheim in eingeschossiger Bauweise entstehen soll, waren auch Bürgermeister Harald Eiberger und Hauptamtsleiter Sven Holz dabei. Zuvor hatte sich die Gruppe das von der Bürgerinitiative ins Spiel gebrachte Privatgelände auf dem Illinger Ezelareal angesehen. „Ich bin für das Projekt, möchte mich aber nicht in die Grundstücksangelegenheiten von Illingen einmischen“, sagte Vester als SPD-Fraktionsführer im Kreistag.

„Ich halte das Ezelareal für nicht realisierbar“, sagte Bürgermeister Eiberger und verwies darauf, dass, falls die Caritas im Wiesental bauen dürfe, das gesamte Bebauungsplanverfahren dazu ja dann noch anstehe.

Doch dazu soll es nach dem Willen der Gegner des Projekts gar nicht erst kommen: Etliche Bürger werben in Leserbriefen für die Argumente der BI, die sich gegen das Vorhaben im Wiesental ausspricht.

Mehr lesen Sie am Freitag, 12. Oktober, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.