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Der Chor „Gregorianika“ mit Serhiy Rybyn (von links), Vasyl Melnychuk, Bohdan Slipak, Taras Strokun und Oleksiy Semenchuk startet sein Konzert. Foto: Bürkle-Poschadel
Der Chor „Gregorianika“ mit Serhiy Rybyn (von links), Vasyl Melnychuk, Bohdan Slipak, Taras Strokun und Oleksiy Semenchuk startet sein Konzert. Foto: Bürkle-Poschadel
04.02.2018

Chorgesang von „Gregorianika“ geht beim Oberderdinger Publikum unter die Haut

Oberderdingen. „Gregorianika“ – das ist ein Chor der besonderen Art. Keine Mikrofone, Lautsprecher oder sonstige verstärkende elektronische Mittel stören den wunderbaren Gesang. Die aus der Ukraine stammenden Musiker lernten sich während ihres Studiums 2003 kennen, und entdeckten schnell ihre gemeinsame Liebe für den gregorianischen Gesang. Damit wird der einstimmige, liturgische Gesang in lateinischer Sprache in der katholischen Kirche bezeichnet. Die Oberderdinger Laurentiuskirche, bekannt für ihre sehr gute Akustik, bot einen würdigen Rahmen für das „Gregorianika“-Konzert am vergangenen Freitag.

Das Repertoire des Chores bestand aus A-cappella-Kirchenmusik sowie selbstkomponierten und auch arrangierten Stücken. In schlichten, grauen Mönchskutten, mit Kerzen in der Hand, betraten die Chormitglieder den Altarraum und schufen damit sofort eine einzigartige mystische Atmosphäre, die unter die Haut ging.

Besonders die Bassstimme des Chorleiters Oleksy Semenchuk fügte sich wie ein warmer Teppich in die Atmosphäre. Drumherum wurden die übrigen Stimmlagen gebaut – ein Ohrenschmaus! Besonders der Choral „Mönchsgebet“ aus dem 14. Jahrhundert war ein Paradebeispiel des gregorianischen Gesangs. Aber auch Klassiker wie „Ameno“ fehlten nicht. „Gregorianika“ hat bislang elf CDs veröffentlicht und ist derzeit auf Konzertreise in Deutschland.