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DSL per Funk oder Kabel:  Dieser Streit lockte 50 Zuhörer zur öffentlichen Sitzung des Wiernsheimer Gemeinderats. Am Skytron-Vertrag will die Gemeinde festhalten, hofft aber auf Mitbewerber unter den Providern.   Hörner
DSL per Funk oder Kabel: Dieser Streit lockte 50 Zuhörer zur öffentlichen Sitzung des Wiernsheimer Gemeinderats. Am Skytron-Vertrag will die Gemeinde festhalten, hofft aber auf Mitbewerber unter den Providern. Hörner
01.02.2008

Datenautobahn bewegt Bürger

WIERNSHEIM. Bürgermeister und Gemeinderäte in Wiernsheim bleiben auf ihrem einmütig beschlossenen Weg zum raschen Zugang zur Datenautobahn für DSL-Nutzer flächendeckend in allen vier Ortsteilen.

Das hatte es im Wiernsheimer Sitzungssaal schon lange nicht mehr gegeben: Rund 50 Bürger nutzten die öffentliche Sitzung, um ihr Interesse an der Kommunalpolitik zu bekunden. Insbesondere Kritiker am Gemeinderatsvotum vom 28. November (PZ berichtete) meldeten sich zu Wort.

An Beschluss erinnert

Damals hatte der Gemeinderat bei einer Enthaltung beschlossen, mit einem Zuschuss aus der Gemeindekasse in Höhe von 40 000 Euro (10 000 Euro je Sendemast) allen Haushalten und Betrieben eine „gute Auffahrt auf die Datenautobahn“ (UL-Gemeinderat Wolfgang Hanisch) zu ermöglichen. Teil des Beschlusses und nachfolgenden Vertrags mit „Skytron“ war aber auch, dass die Gemeinde den Zuschuss aus Steuergeldern erst flüssig macht, „wenn bei allen Einwohnern Wiernsheims in allen Ortsteilen die Anlage der Firma Skytron funktioniert“. Hanisch: „Der Termin, dass an Ostern die Skytron-Anschlüsse genutzt werden können, ist nicht gefährdet.“

Weitere Anbieter

Hanisch sagte an die Zuhörerschaft gewandt: „Es gibt weitere Anbieter, die uns drahtlos oder drahtgebunden mit schnellen Zugängen zum Internet versorgen wollen.“ Hanisch verwies auf seine Korrespondenz, so auch mit Telekom oder Kabel-BW (beide drahtgebunden), Vodafone und Neckarcom/EnbW (beide drahtlos). Hanisch: „Welche Option jeder Einwohner dann für sich wählt, das ist Sache jeden mündigen Bürgers.“ Der Gemeinderat habe aber mit seiner Entscheidung erst dafür gesorgt, dass jetzt verschiedene Anbieter um die Wiernsheimer buhlten. Als Beispiel wurde Vodafone genannt. Seit kurzem biete Vodafone flinken Internetzugang über UMTS, Senderstandort Bauhof Wiernsheim, an. Hauptamtsleiter Markus Motschenbacher: „Wir haben das an meinem PC getestet. Es funktioniert.“