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Schau mal, wo du lebst

Im Gärkeller des Adler Bräus erklärte Volk den Teilnehmern auch den Gärungsprozess. Erst, wenn Hefe hinzukommt, kann der Gerstensaft als Bier bezeichnet werden. Foto: Cichecki
Brau- und Malzmeister Robert Volk aus Wiernsheim hat den Teilnehmern der PZ-Aktion „Schau mal, wo du lebst“ in seiner Schroterei die entsprechenden Vorgänge anschaulich erklärt. Während die PZ-Leser dem Brauer gebannt zuhörten, konnten sie auch noch einen kleinen Blick in den Innenraum der Maschinen werfen. Foto: Cichecki
Das Abfüllen des Endprodukts in Flaschen erfolgt erst langsam und dann schnell. Um eine starke Schaumbildung zu verhindern, wird der Druck über ein Ventil aus der Flasche rausgelassen. Foto: Cichecki
24.08.2018

Dem Bierbrauen auf der Spur – PZ-Leser zu Besuch beim Adler-Bräu in Wiernsheim

Wiernsheim. PZ-Aktion führt Leser in die Keller des Wiernsheimer Adler-Bräus. Die Teilnehmer machten sich dort vertraut mit der Herstellung und dem einmaligen Geschmack des regionalen Bieres.

„Seit 1516 das Bayrische Reinheitsgebot eingeführt worden ist, darf Bier nur aus Hopfen, Gerste und Wasser hergestellt werden“, berichtete Malz- und Braumeister Robert Volk.

Bevor er den PZ-Lesern am Freitag Näheres über das Brauen erklärte, informierte er noch über die allgemeine Geschichte des deutschen Bieres. Seine Brauerei in Wiernsheim, die Volk als Familienbetrieb gemeinsam mit seiner Frau und seinen drei Kindern betreibt, gibt es bereits seit 1865. Traditionell ist auch der Herstellungsprozess – es gibt keine Digitalisierung, alles wird noch von Hand eingestellt.

Bildergalerie: Schau mal, wo du lebst: Adlerbräu in Wiernsheim

Bei der Führung durch das Adler-Bräu im Rahmen der Aktion „Schau mal, wo du lebst“ hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, alle Stationen der Bierherstellung – von den geschroteten Bestandteilen bis hin zum Endprodukt – kennenzulernen. Unter anderem wurden dabei als Zwischenschritte sowohl das sogenannte Kühlschiff als auch der Berieselungskühler besichtigt. Dies ist deshalb so interessant, weil die Geräte für die Bierherstellung nur noch sehr selten eingesetzt werden und unter den Brauern fast sogar als Raritäten gelten. Das ist der Grund, warum Sohn Leopold so stolz ist, diese inzwischen unbekannte Kunst des Brauens zu beherrschen.

Leopold Volk ist 22 Jahre alt und hat bereits 2015 seine Meisterprüfung als Brau- und Malzmeister bestanden. Seither gilt der Wiernsheimer als jüngster Braumeister weltweit. Der Experte weiß, dass der zunehmende Verzicht vom Kühlschiff und dem Berieselungskühler auch seine Berechtigung hat. Beispielsweise, so Leopold Volk, werde damit viel Energie gespart. Andererseits gilt dasselbe auch für die Qualität.

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