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Kürbis, Karotte und Co: Johanna Bächle freut sich auf das erste Suppenfest im  Mühlehof.
Kürbis, Karotte und Co: Johanna Bächle freut sich auf das erste Suppenfest im Mühlehof. © Schmid
08.11.2011

Den Geschmack fremder Kulturen löffeln: Erstes Suppenfest in Mühlacker

Es klingt ganz einfach: Suppenfest. Auf der Speisekarte stehen eine finnische Lachssuppe, eine Linsensuppe aus Afrika, eine schwäbische Kartoffelsuppe oder eine Suppe mit Namen Nisk aus dem Irak. Es steckt allerdings mehr dahinter, wie Johanna Bächle erklärt.

Die vhs-Chefin will das erste Suppenfest in Mühlacker als Beitrag zur Integration, als Keimzelle des Miteinanders unterschiedlicher Kulturen verstanden wissen. In Mühlacker leben viele Menschen, deren Eltern aus einem anderen Land kommen, gemeinsam ist ihnen unter anderem, dass es in jedem Land Suppen gibt und die gerade im Winter gern als wärmende Mahlzeit gegessen werden. Man kann probieren, sich über Zutaten und Rezepte austauschen und so miteinander ins Gespräch kommen, fasst Johanna Bächle die Suppenfest-Idee zusammen. Die ist nicht neu. Bereits 2001 gab es im französischen Lille ein Suppenfest. Auch in Lahr oder Crailsheim sei bereits nachgezogen worden, sagt die Vhs-Chefin. Und nachdem sie bereits einige Zeit mit der Idee geliebäugelt habe, findet am Sonntag, 13. November, das erste Suppenfest in Mühlacker statt. Zu den Suppenköchen gehören die Süddeutsche Gemeinschaft, das Scharfe Eck, der Verein „miteinanderleben“, die Gruppe „Wir in Lomersheim“, die internationale Frauengruppe Terra, der griechische Elternverein, die Finnin Sirpa Heimberger oder die Familie Özer.

Mindestens fünf Liter Suppe bringt jeder mit, so dass Besucher ab 12 Uhr im kleinen Saal und im oberen Foyer des Mühlehofs kosten können. Und das Angebot ist groß, über 15 Suppen sollen bereitstehen: eine Zwiebelsuppe aus Frankreich genauso wie tamilische Suppen, eine Bauernsuppe aus Anatolien oder eine Gouwarlakia aus Griechenland. nad