nach oben
Krankenhäuser müssen sich neu sortieren, um weiterhin bestehen zu können. Eine große Chance sehen viele in der Vernetzung. Foto: PZ-Archiv
Krankenhäuser müssen sich neu sortieren, um weiterhin bestehen zu können. Eine große Chance sehen viele in der Vernetzung. Foto: PZ-Archiv
Präsentierten den Unternehmensplan für 2017: Axel Hechenberger, Kaufmännischer Direktor der Regionalen Kliniken Holding (RKH), Dominik Nusser, Regionaldirektor der Enzkreiskliniken, Frank Stephan, Dezernent für Finanzen und Service im Enzkreis und RKH-Geschäftsführer Jörg Martin (von links). Foto: Schrader
Präsentierten den Unternehmensplan für 2017: Axel Hechenberger, Kaufmännischer Direktor der Regionalen Kliniken Holding (RKH), Dominik Nusser, Regionaldirektor der Enzkreiskliniken, Frank Stephan, Dezernent für Finanzen und Service im Enzkreis und RKH-Geschäftsführer Jörg Martin (von links). Foto: Schrader
19.12.2016

Der Klinikwandel im Enzkreis geht weiter

Mühlacker. Die Enzkreiskliniken Mühlacker und Neuenbürg befinden sich schon seit längerer Zeit im Wandel. Die Stärkung einzelner Fachbereiche und die Vernetzung mit anderen Häusern sind bereits angegangene Maßnahmen, die auch weiterhin ausgebaut werden sollen. Das kündigte Jörg Martin, Geschäftsführer der Regionalen Kliniken Holding (RKH), unter deren Dach die Enzkreiskliniken geführt werden, gestern bei einer Pressekonferenz zum Unternehmensplan 2017 an.

Die bundesweiten Entwicklungen – darunter die zunehmende Ambulantisierung und der Fachkräftemangel – sorgten dafür, dass es kleinere Krankenhäuser immer schwerer hätten, so Martin. Um die Enzkreiskliniken zu stärken, gibt es im kommenden Jahr weitere Veränderungen: Am Standort Mühlacker will die RKH in Absprache mit den niedergelassenen Ärzten in die Etablierung eines Medizinischen Versorgungszentrums investieren. Das wäre eine Vernetzung der Klinik mit den Ärzten vor Ort, die wiederum bei der Holding angestellt wären. Angesichts des fortschreitenden Hausärztemangels wäre dies zumindest eine diskutierfähige Lösung.

Weitere Maßnahmen für eine Stärkung des Standortes seien unter anderem weiter der Ausbau der Herzmedizin und der Alterschirurgie. Gute Nachrichten gibt es bezüglich des Kreißsaals, der Ende August aufgrund Hebammenmangels kurzzeitig geschlossen werden musste. Dieser soll im Frühjahr des kommenden Jahres wieder im 24-Stunden-Betrieb laufen. Derzeit finden Routinegeburten nur zu Tagzeiten statt.

In Neuenbürg will die RKH zeitig die Telemedizin einführen. Diese gibt es seit einigen Wochen auch schon in Mühlacker. Dabei tauschen sich die Fachärzte vor Ort per Live-Übertragung mit den Spezialisten in der Ludwigsburger Klinik aus. Außerdem stehen die Weiterentwicklung des Gelenkzentrums und die Etablierung von Therapieräumen im Vordergrund.

Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ (Ausgabe Mühlacker) oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.