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Der Knittlinger Bäckermeister Martin Reinhardt (rechts) und sein Kollege Daniel Vogt zeigten, wie Brezeln geschlungen werden.
Der Knittlinger Bäckermeister Martin Reinhardt (rechts) und sein Kollege Daniel Vogt zeigten, wie Brezeln geschlungen werden.
Zahlreiche Besucher ließen es sich am Sonntag bei hausgemachten Speisen auf dem Hof von Thomas Blanc in Kleinvillars gut gehen. Fotos: Prokoph
Zahlreiche Besucher ließen es sich am Sonntag bei hausgemachten Speisen auf dem Hof von Thomas Blanc in Kleinvillars gut gehen. Fotos: Prokoph
Ursula Regg (links) und Claudia Zuber von „Kraichgau Korn“ verkauften Brot aus Getreide, das in der Störrmühle gemahlen wird.
Ursula Regg (links) und Claudia Zuber von „Kraichgau Korn“ verkauften Brot aus Getreide, das in der Störrmühle gemahlen wird.
02.06.2019

Der Weg des Korns zum Brot: Drei Knittlinger Betriebe öffnen ihre Türen

Knittlingen. Ein Knoten, zwei dünne Ärmchen und ein nicht zu dicker Bauch – so muss eine Brezel aussehen. Dass es gar nicht so leicht ist, sie zu formen, haben am Sonntag in der Bäckerei Reinhardt in Knittlingen die beiden Bäckermeister Martin Reinhardt und Daniel Vogt gezeigt.

Im Rahmen der landesweiten Aktion „Gläserne Produktion“ öffnete der Handwerksbetrieb seine Türen für interessierte Besucher, die dann auch selbst Hand an den Brezelteig legen durften. „Es ist uns wichtig, das Angebot heute zu nutzen“, sagten Charlotte Wiener und Hans Grether aus Hohenklingen.

Neben der Bäckerei Reinhardt haben auch die Störrmühle von Klaus Dobler sowie der Landwirt Thomas Blanc aus Kleinvillars an der Aktion teilgenommen. Seit 1999 sind sie alle mit dabei und zeigen den Besuchern, den Weg vom Korn zum Endprodukt – sei es nun eine Brezel oder ein Brot.

Auf rund 1000 Besucher bezifferte Klaus Dobler am Sonntag nun die Schar derjenigen, die sich seine Mühlen anschauten, die am Tag 35 Tonnen Weizen oder Dinkel und 15 Tonnen Roggen mahlen. „Wir sind sehr zufrieden mit der Besucherzahl“, sagte er nach dem Erntebittgottesdienst, den der evangelische Pfarrer Hans Veit hielt und der vom Fauststädter Posaunenchor unter der Leitung von Gabi Klingel zelebriert wurde. „Das ist eine tolle Gelegenheit, die Mühlen auch mal von innen zu sehen“, sagten die Ölbronner Besucher Yvonne und Michael Gerlach, die mit ihren Kindern da waren. „Die gläserne Produktion ist eine wichtige Aktion, damit wir informiert sind, wo unsere Lebensmittel her kommen“, sagte Besucher Michael Roller aus Knittlingen.

Zufriedene Gesichter sah man auch auf dem Bauernhof von Thomas Blanc. Dort deckten sich die Dürrmenzer Thomas Hertzke und seine Frau Ute Bauer mit frischem Brot ein.

„Wenn unser Fest ankommt und die Menschen mit ihrem Besuch bei uns würdigen, was wir als Landwirte für sie leisten, dann tut das gut“, sagte Blanc. 60 Rinder, sieben Pferde und 20 Schweine sowie 35 Hektar Land gehören zu seinem Betrieb.