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Mit einem Meer an Vereinsfahnen im Hintergrund: CDU-Fraktionschef Guido Wolf (Mitte) flankiert vom Verbandsvorsitzenden Rolf Czudczowitz (links) und dessen Nachfolger Peter Heinke.  Kollros
Mit einem Meer an Vereinsfahnen im Hintergrund: CDU-Fraktionschef Guido Wolf (Mitte) flankiert vom Verbandsvorsitzenden Rolf Czudczowitz (links) und dessen Nachfolger Peter Heinke. Kollros
Der Frauenchor des Verbands mit Sängerinnen aus den unterschiedlichsten Vereinen hatte am Freitagabend seinen Auftritt.
Der Frauenchor des Verbands mit Sängerinnen aus den unterschiedlichsten Vereinen hatte am Freitagabend seinen Auftritt.
Eintracht Illingen hatte sich in Biedermeier-Kleider geworfen.
Eintracht Illingen hatte sich in Biedermeier-Kleider geworfen.
19.07.2015

Die Chorlandschaft in der Region blüht - Auftritte auf der Gartenschau

Von fröhlichen Volksliedern über stimmgewaltige Männerchöre bis hin zur Choralfanfare und der abschließend gemeinsam gesungenen Nationalhymne bei der gestrigen Schlussfeier – Chorgesang ist vielfältig und muss, so unterstrichen Grußredner, wie gestern der Chef der Landtags-CDU, Guido Wolf, keineswegs verstaubt wirken.

54 Vereine mit über 1600 Mitwirkenden gaben sich beim großen Sängertreffen des Chorverbands Enz, den Chortagen, in den Enzgärten ein Stelldichein – und das Motto war ganz auf die Gartenschau abgestimmt: eine „Blühende Chorlandschaft“. Diesem Leitspruch machten die Sänger von Bad Herrenalb bis Sersheim alle Ehre.

Das traditionelle „deutsche Liedgut“ fehlte zwar nicht, es wurde aber in großer Vielfalt durch moderne Weisen ergänzt, die den Erfolg der „Jungen Chöre“ ausmachen. Da gab’s zum Beispiel am Samstag beim Abend dieser Jungen Chöre in der großen Veranstaltungshalle ein Wiederhören mit „Queen“, den Bee Gees und den Beatles. Richtig in Schale geworfen hatten sich am Samstag die Sänger der „Eintracht“ Illingen: Unter der Leitung von Jürgen Huttenlocher trat der Chor in Kostümen im Biedermeier-Stil auf.

Melodiensträuße gebunden hatte der Chorverband auch für die Bewohner der Altenpflegeheime in der Stadt. Und diese überbrachten jeweils zwei Chöre – die Ötisheimer und Enzweihinger im Caritas-Heim St. Franziskus und jene aus Calmbach und Dennach im DRK-Seniorenzentrum.

Stimmungsvoll war schon der Eröffnungsabend am Freitag. Da hatte zunächst der Frauenchor des Verbands mit Sängerinnen aus den unterschiedlichsten Vereinen unter der Leitung von Michaela Hartmann-Trummer ihren Auftritt. Nach den Grußworten bestritten die Chöre der Gemeinde Straubenhardt den Abend.

Gleich zwei Ehrungen wurden bei der Gelegenheit dem Verbandsvorsitzenden Rolf Czudzowitz zuteil – ganz persönlich von den Straubenhardter Chören für die langjährige Unterstützung und ganz offiziell durch den Vizepräsidenten des Schwäbischen Chorverbands, Wolfgang Oberndorfer, der den Vorsitzenden zum bevorstehenden Ablauf seiner Amtszeit mit der goldenen Verdienstmedaille des Verbands auszeichnete.

Geselliger Höhepunkt mit über 1500 Besuchern war dann tags darauf das Gastspiel des Stuttgarter A-capella-Quintetts „Füenf“ mit viel Witz und Ironie und wechselweise schwäbisch und hochdeutsch gesungenen Liedern mit zumeist zweideutigem Inhalt.

Guido Wolf charakterisierte Sänger gestern in seiner Ansprache als harmoniebedürftige Personen, von denen sich Politiker ein Stück abschauen könnten: „Vielleicht sollten wir im Landtag auch mehr singen, als Reden halten“, meinte er unter großem Beifall Besucher der Schlussfeier. Diese Chortage hätten sicher einer breiten Bevölkerung näher gebracht, wozu Musik und Gesang in der Gesellschaft zu leisten im Stande seien.