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03.05.2017

Die Kunst der Verhandlung

Sternenfels-Diefenbach. Das „Lebendige Kunsthandwerk“, seit 1975 eine in privater Regie betriebene Traditionsveranstaltung in Diefenbach, hat im vergangenen Jahr für Missstimmung bei der Veranstalterin Karin Etzold gesorgt. Erstmals war sie mit unvorhergesehen Kostenrechnungen konfrontiert.

Ausschlaggebend war, dass aufgrund des zeitgleich in Sternenfels gefeierten Feuerwehr-Jubiläums, der Bauhof der Gemeinde die Diefenbacher Veranstaltung nicht wie seither unterstützen konnte und die Organisatorin auf einen privaten Dienstleister zurückgreifen musste, wofür ihr Zusatzkosten in Höhe von über 5000 Euro entstanden seien (PZ berichtete). Darauf hatte sie beantragt, diese Kosten von der Gemeinde ersetzt zu bekommen.

Bürgermeister Werner Weber vertrat im Gemeinderat die Auffassung, der Marktveranstalterin Entgegenkommen zu zeigen, weil der Markt weit über die Kreisgrenzen hinaus für die Gemeinde eine positive Außenwirkung besitze, wobei er sich einen Betrag von rund 2000 Euro als angemessener Beitrag vorstellen könnte. Gleichzeitig sei ihm aber auch an einer transparenten Entscheidung für die Zukunft gelegen. Zuvor war in der Bürgerfragestunde angeklungen, ob es für eine Gemeinde mit klammen Finanzen angemessen sei, eine private Marktveranstaltung zu unterstützen.

Gemeinderätin Bianca Lillich merkte an, dass die Veranstalterin letztendlich auch Standgebühren verlange. Christoph Gutjahr vertrat die Auffassung, dass vor einem Ratsbeschluss das Gespräch mit der Organisatorin gesucht werden sollte, um ihre konkreten Vorstellungen in Erfahrung zu bringen. Mit diesem Antrag wurde die Angelegenheit vertagt.