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Das Weidepferdchen für die zweieinhalb Jahre alte Nele Gilly hat ihr Opa Erich Glöckler gebastelt. Foto: Prokoph
Das Weidepferdchen für die zweieinhalb Jahre alte Nele Gilly hat ihr Opa Erich Glöckler gebastelt. Foto: Prokoph
05.02.2019

Die Tradition lebt: Oberderdinger feiern Lichtmess

Oberderdingen. Die Oberderdinger lieben ihre „Lichtmess“, die als Brauchtum im Ortslagenbuch von 1722 schon beschrieben wurde und so, wie am gestrigen Dienstag, seit 1947 wie ein „Nationalfeiertag“ behandelt wird. Dazu gehört, dass schon Wochen vorher blasmusikalisch das Spottlied „Napoleon“ erschallt, wenn man im Rathaus anruft und in der Warteschleife landet.

Das Lied zieht sich quasi als Oberderdinger Nationalhymne wie ein roter Faden durch den Lichtmess-Tag und wird zum Abschluss am Abend dann von allen Anwesenden im Oberderdinger Weingut Kern gesungen.

In diesem Jahr fiel der 2. Februar, an dem die Katholiken „Maria Lichtmess“ feiern, auf einen Samstag. Deshalb fand die Oberderdinger Lichtmess gestern statt. An der Oberen Mühle in Oberderdingen startete traditionell der Umzug mit Bürgermeister Thomas Nowitzki und den Reitern Nicolai Merdian, Isabel Speck, Samantha Vincon und Nina Kölle. Dort wurde vom Inhaber der Oberen Mühle ein Weißbrotlaibchen als sogenannter „Müllerkuchen“ übergeben und an den Stangen der Reiter befestigt. Denn im Grundbuch steht, dass der jeweilige Eigentümer der Oberen Mühle den „jungen, ledigen Burschen zu Pferd“ – seit 2016 dürfen es nach einem Gemeinderatsbeschluss auch Mädchen sein – Weißbrotlaibchen aushändigen muss.

Mehr lesen Sie am Mittwoch, 6. Februar 2019, in der „Pforzheimer Zeitung (Ausgabe Mühlacker)“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.