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Ewald Link, Martin Ehlers und Ulrich Klotz (von links) konzipieren die Ausstellung in der Steinhauerstube Schmie. Fotos: Lutz
Ewald Link, Martin Ehlers und Ulrich Klotz (von links) konzipieren die Ausstellung in der Steinhauerstube Schmie. Fotos: Lutz
Auch mit Fallen ging man auf die Jagd.
Auch mit Fallen ging man auf die Jagd.
14.07.2017

Die wüste Welt der Wilderer: Stadtarchivar Martin Ehlers erforscht Geschichte der Wildschützen

Nein, ein gutes Ende hat es nicht genommen mit Hans Georg Clauß, einem Wilderer, der im 17. Jahrhundert sein Unwesen rund um Zaisersweiher trieb.

Gemeinsam mit einem Kompagnon wollte er eines Nachts im Jahre 1679 einen erlegten Hirsch in Sicherheit bringen, als die Wilderer von einem Forstknecht überrascht wurden. Clauß tötete den Mann, wurde geschnappt und schließlich hingerichtet. Sein Mitstreiter, lediglich der Wilderei und nicht des Mordes angeklagt, wurde mit den Spuren etlicher Rutenhiebe auf dem Rücken des Landes verbannt. Gut möglich, dass er auf seinem Weg noch einmal an seinem Freund vorbeigekommen ist: Den Torso des Geköpften hatte man aus Abschreckungszwecken an der Knittlinger Steige zur Schau gestellt. Zimperlich ist man nicht umgegangen mit den Wildschützen – das wird schnell klar, wenn man den Ausführungen Martin Ehlers lauscht. Der Maulbronner Stadtarchivar erforscht derzeit gemeinsam mit Ulrich Klotz und Ewald Link vom Bürgerverein Schmie die Geschichte der Wilderer in der Region. Historische Prozessakten aus dem Hauptstaatsarchiv in Stuttgart bieten ebenso Aufschluss über die Wildereigeschichte wie Fundstücke, die immer wieder auftauchen – beispielsweise abgesägte Gewehre, die seitens der Wilderer besser versteckt werden konnten als normale Waffen. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.