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Um zu schwimmen, verlässt Joachim Baensch den Kino-Sessel. Foto: PZ-Archiv
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Musiker Matthias Hautsch kommt öfter nach Mühlacker - nun zum Triathlon. Foto: PZ-Archiv
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Ötisheims Pfarrer Markus Epting begibt sich beim Triathlon auf die Laufstrecke. Foto: PZ-Archiv

Diese lokalen Promis starten beim Triathlon in Mühlacker

Mühlacker. Aller guten Dinge sind drei, heißt es. In jedem Fall hat sich das Projekt Triathlon Mühlacker bis zur am Sonntag anstehenden dritten Auflage gut entwickelt. Mit dem Senderstädter Triathlon-Profi Sebastian Kienle ist nicht zu rechnen. Doch einige Menschen, die lokal mehr oder weniger bekannt sind, stellen sich der sportlichen Herausforderung.

Ötisheims evangelischer Pfarrer Markus Epting überlässt es dieses Mal seiner Ehefrau Sandra, zu predigen. Er ist bei der Olympischen Sprintstaffel dabei. Nachdem Joachim Baensch, Betreiber des Kinos „Scala“ in Mühlacker, ab 12.15 Uhr 1,5 Kilometer in der Enz schwimmt, und Peter Christiansen, ein Elektriker aus Maulbronn, 40 Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegt, ist Epting an der Reihe: Für den 10-Kilometer-Lauf peilt er eine Zeit um 45 Minuten an.

Vor einem Jahr war der Pfarrer mit seinen beiden Sportkameraden schon Dritter geworden. Trotz zu erwartender Hitze mischt Epting beim Triathlon wieder gerne mit: „Weil es lokal einfach ein tolles Erlebnis ist.“ In Ötisheim hat der 43-jährige gebürtige Westfale bald zehnjähriges Jubiläum. Da ist der Enzkreis längst zweite Heimat.

Bei der Premiere 2017 war Epting beim Jedermann-Wettbewerb dabei. Er hatte so seinen bisher einzigen kompletten Triathlon absolviert. Ulrich Saur, in Mühlacker Leiter des Bürger- und Ordnungsamts, mischt sich ebenfallsunter die Teilnehmer „Für mich ist immer das Schwimmen die größte Herausforderung“, sagt der 48-jährige Knittlinger. Über die Olympische Distanz wäre Saur gern flotter als im Vorjahr: Er will die Drei-Stunden-Marke knacken.

Auch der Name Matthias Hautsch findet sich in der Teilnehmerliste: Der Musiker kommt aus Straubenhardt in die Senderstadt. Zu den starken Frauen und Müttern zählt Claudia Gösche. Die 32-jährige angehende Lehrerin gehörte zum Team des bisherigen Gewichtheber-Bundesligisten SC Pforzheim. In Sachen Triathlon in Mühlacker sagt sie: „Es ist eine Art Familienveranstaltung, An der Strecke ist immer wieder etwas los.“ Carla Werthwein aus Sternenfels hatte es als Nachwuchs-Leichtathletin bis zu Landesmeisterschaften geschafft – schon da erwies sie sich als vielseitig.

Ex-Trainer ein Ausdauer-Freak

Vom Basketball kennt man Markus Mahler. Beim TV Mühlacker zählt der Maulbronner zu denen, die der noch jungen Sparte schnell Leben eingehaucht haben. Doch auch der Triathlon reizt ihn. Das gilt erst recht für Thomas Fritsch. Der langjährige Torhüter des SV Illingen, der den Club vor sechs Jahren als Trainer in die Bezirksliga geführt hatte, hat sich längst dem Ausdauersport verschrieben. In Fußballerkreisen bekannt sind auch Namen wie Thorsten Kurfiß (früher TSV Großglattbach) oder Bart Czulak (früher TSV Maulbronn). Nicht zu vergessen ist Patrick Buschmann: Der Ötisheimer spielte bei Fußball-Oberligist FC Nöttingen (2006 bis 2009).

Als gebürtiger Pole war Czulak einst Teil einer WM-Serie der „Pforzheimer Zeitung“ zum Sommermärchen 2006. Damals wurden Menschen aus vielen der 32 Teilnehmerländer vorgestellt.

So viele Nationalitäten sind beim Triathlon am Sonntag nicht vertreten. Es starten außer Deutschen aber auch Menschen mit schweizer, französischer, rumänischer und ghanaischer Staatsbürgerschaft. Von insgesamt 628 Anmeldungen berichtet Annette Gasper von Eventpower, der Agentur, die die Veranstaltung organisiert.

Ralf Kohler

Ralf Kohler

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