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Remchingens Bürgermeister-Stellvertreter Kurt Ebel (von links), die Pforzheimer Regionalräte Anneliese Graf und Carsten von Zepelin zeigten Verständnis für die Wünsche der Knittlinger CDU-Stadträte Hans Krauß und Bruno Wilhelm bei der Fraktionssitzung in Wimsheim. Foto: Privat
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Die Stadt Knittlingen wünscht sich nahe der Siemensstraße, wo sich bereits ein Discounter und ein Lebensmittelmarkt befinden, einen Drogeriemarkt. Foto: PZ-Archiv

Discounter-Karussell dreht sich weiter: Erneute Debatte um Drogeriemarkt in Knittlingen entbrannt

Knittlingen/Wiernsheim/Wimsheim. Der Streit um den Drogeriemarktstandort in Knittlingen hat nun die CDU-Regionalverbandsfraktion bei ihrer Sitzung in Wimsheim beschäftigt. Daran nahmen als Vertreter der CDU-Gemeinderatsfraktion Knittlingen auch die Stadträte Hans Krauß und Bruno Wilhelm teil.

Rückblick: Die Fauststadt wünscht sich im Gewerbegebiet „Knittlingen B35 - Mitte“ durch den Bebauungsplan „Siemensstraße“ einen Drogeriemarkt. Damit hat sich Bürgermeister Heinz-Peter Hopp jedoch offenbar über Absprachen hinweg gesetzt, die einst mit dem Regionalverband getroffen wurden, worüber sich der Direktor des Regionalverbands, Matthias Proske, in einem Schreiben echauffierte.

Auf der CDU-Sitzung in Wimsheim wurde nun klargestellt: „Der Regionalverband Nordschwarzwald ist nicht gegen die Ansiedlung eines Drogeriemarktes in Knittlingen“, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU-Regionalverbandsfraktion. „Umstritten bleibt bis jetzt lediglich der Standort.“ Die beiden Stadträte aus Knittlingen argumentierten, die geplante Ansiedlung nahe der Siemenstraße biete sich an, weil sich dort schon ein Supermarkt und ein Discounter befänden. Wer dort einkaufe, könne so ein breiteres Angebot nutzen und müsste wegen Drogerieartikeln nicht einen weiteren Weg in Kauf nehmen, sagte Stadtrat Krauß. Der Gemeinderat sei vor dem Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplans, der gerade dies ermöglichen solle, von einem ablehnenden Schreiben des Regionalverbandes und damit über dessen Argumente nicht informiert worden.

Ein Drogeriemarkt an diesem Standort verstoße eindeutig gegen die Vorgaben der Landesplanung, Einzelhandel mit Waren des täglichen Bedarfs nur in innerörtlichen Lagen anzubieten, damit die Ortskerne nicht aussterben, entgegnete die CDU-Fraktion.

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