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Laut Anwohnern sollen sich in der Goethestraße in Knittlingen nahe des Kindergartens immer wieder dubiose Gestalten treffen und Drogengeschäfte abwickeln. Die Polizei kann dies jedoch nicht bestätigen. Foto: Schrader
Laut Anwohnern sollen sich in der Goethestraße in Knittlingen nahe des Kindergartens immer wieder dubiose Gestalten treffen und Drogengeschäfte abwickeln. Die Polizei kann dies jedoch nicht bestätigen. Foto: Schrader
08.05.2019

Drogengeschäfte beim Kindergarten? Knittlinger Anwohner beschweren sich

Knittlingen. Ob die Goethestraße in Knittlingen inzwischen zu einem Brennpunkt verkommen sei, wollte Daniel Escalante-Guzmán (SPD) am Dienstagabend von der Stadtverwaltung wissen. Ihm sei zu Ohren gekommen, dass dort offenbar immer wieder dubiose Gestalten ebenso dubiosen Geschäften nachgingen.

Auch Stadtrat Michael Arnold (SPD) bestätigte auf PZ-Nachfrage, dass sich Anwohner bei ihm darüber beschwert hätten.

Escalante-Guzmán fragte aber vor allem deshalb, weil die dem Gemeinderat vorgelegte Polizeistatistik für das Jahr 2018 in Knittlingen eine hohe Zahl an Rauschgiftdelikten (49 Fälle, im Vorjahr 31) aufweist. Der Polizeibeamte, der die Statistik in der Sitzung eigentlich erläutern wollte, hatte kurzfristig abgesagt, weshalb Hauptamtsleiter Stephan Hirth die Sachlage erklärte. Er könne nicht sagen, dass die Goethestraße aktuell eine Art Brennpunkt sei. Gewisse Vorfälle diesbezüglich lägen in der Vergangenheit. Die Vielzahl an Rauschgiftdelikten ergebe sich daraus, dass die Polizei 2018 über das entsprechende Personal verfügte, das sich der Rauschgiftkriminalität widmen konnte. Dies bestätigte auch Polizeipressesprecher Frank Otruba gegenüber der PZ: „Rauschgiftdelikte gehören zur sogenannten Holkriminalität.“ Das sind Straftaten, die nur deshalb aufgenommen werden, weil die Polizei sich gezielt dieser annimmt. Man könne in Knittlingen also nicht unbedingt von einem „Anstieg“ der Rauschgiftkriminalität sprechen.

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