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Ehemaliger THG-Schüler dreht Kinofilm.
Ehemaliger THG-Schüler dreht Kinofilm © privat
18.07.2011

Ehemaliger THG-Schüler dreht Kinofilm

MÜHLACKER. Der ehemalige Schüler des Senderstädter Theodor-Heuss-Gymnasiums, Serdar Dogan, hat im vergangenen Jahr seinen ersten Kinofilm gedreht. Nun kommt der 32-Jährige zur Premiere seines Werks "Kopfkino" in seine Heimatstadt Mühlacker.

Mit einem Traum hat alles angefangen. „Ich weiß noch, dass ich mitten in der Nacht hochgeschreckt bin, aus dem Bett gehüpft und die Idee, die ich plötzlich hatte, auf mehrere Blatt Papier geschrieben habe“, sagt Serdar Dogan. Die Idee, wir er es nennt, war die Handlung eines Kinofilms und damit die Initialzündung für ein Projekt, das Dogan bereits seit seiner Jugend umsetzen will. Nun, ein gutes Jahr später, kommt Dogan mit einem fertigen Kinofilm in die Senderstadt, wo er viele Jahre lebte und noch immer Verwandschaft hat, um im Scala-Filmtheater am Dienstag- und Mittwochvormittag Sondervorstellungen für Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums zu zeigen. Ein Teil des Erlöses der Vorführungen soll im Nachhinein für einen karitativen Zweck gespendet werden. Der 32-Jährige Wahlkarlsruher hatte selbst im Jahr 1998 sein Abitur am Mühlacker THG abgelegt und aus dieser Zeit noch immer gute Verbindungen zu seiner ehemaligen Schule. „So ist die Idee entstanden, den Film in meiner Heimatstadt Schülern zu zeigen, die auf die selbe Schule gehen, die ich einst selbst besucht habe“, so Dogan. Das Thema seines Films „Kopfkino“ sollte den meisten Schülern ohnehin gefallen, geht es doch um die alte Geschichte Junge verliebt sich in Mädchen, Junge will Mädchen erobern, Junge bekommt Konkurrenz. Ob am Ende ein Happy-End oder die große Enttäuschung der Hauptfiguren Tonio und Julia steht, sei an dieser Stelle nicht verraten. Doch die No-Budget-Produktion, in der Freunde Dogans und Darsteller aus seinem Bekanntenkreis umsonst mitgespielt haben, dürfte das Publikum mit Witz und Esprit in ihren Bann ziehen. Einen Preis konnte das Werk auch bereits einheimsen: Bei den Los Angeles Movie Awards wurde „Kopfkino“ in der Kategorie Spielfilm geehrt.
Ein Erfolg, mit dem Dogan noch vor ein paar Jahren nicht wirklich rechnen konnte: „Natürlich hatte ich immer schon den Wunsch, einmal einen abendfüllenden Spielfilm zu drehen. Aber es ist nunmal nicht so, dass jemand kommt, dir fünf Millionen Euro und ein Jahr Zeit gibt, um so ein Projekt zu verwirklichen.“ Von daher war für den 32-Jährigen, der hauptberuflich bei einer Karlsruher Filmproduktionsfirma arbeitet, von Anfang an klar, dass er neben dem engen finanziellen Budget auch wenig Zeit haben würde, um sein Projekt zu verwirklichen. „Letztlich haben wir den Film dann aber in elf Tagen im Kasten gehabt“, so Dogan, der bislang hauptsächlich Werbefilme gedreht hat. Mit der Vorführung von „Kopfkino“ schließt sich für den 1978 in der Türkei geborenen Dogan nun ein Kreis. Schließlich begann seine Leidenschaft für Filme, Musik und Kunst bereits während seiner Schulzeit, die er in der Senderstadt verlebte. „Überall, wo ich seitdem war, ob in München, Berlin oder eben Karlsruhe, habe ich mich trotzdem immer als Mühlackerer gefühlt. Daher bin ich auch stolz, den Film nun auch in meiner Heimatstadt zeigen zu können.“ max