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Das Oldtimer-Museum von Walter Pfitzenmeier und seiner Tochter Gerdi Bender beteiligte sich zum ersten Mal am Internationalen Museumstag.  Prokoph
Das Oldtimer-Museum von Walter Pfitzenmeier und seiner Tochter Gerdi Bender beteiligte sich zum ersten Mal am Internationalen Museumstag. Prokoph
Studentin Eva-Marie Springer (links) schlüpfte im Knittlinger Faustmuseum in die Rolle des „Gretchen“ und führte Anke Wittel und Stephan Mettler durch die Räume.
Studentin Eva-Marie Springer (links) schlüpfte im Knittlinger Faustmuseum in die Rolle des „Gretchen“ und führte Anke Wittel und Stephan Mettler durch die Räume.
21.05.2017

Ein Tag im Museum in Knittlingen

Während sich im Knittlinger Faustmuseum am gestrigen Sonntag beim Internationalen Museumstag nur ein gutes Dutzend Besucher aufhielt, hat das örtliche Oldtimer-Museum von Walter Pfitzenmeier einen regelrechten Besucherboom erlebt. Denn zum ersten Mal hat der im vergangenen August begründete neue Museumsverein des Knittlinger „Museum Walters Oldtimer“ beim Internationalen Museumstag mitgemacht.

Auf 600 Besucher schätzte der mittlerweile 85 Jahre alte Walter Pfitzenmeier die Schar derer, die sich auf den etwa 4000 Quadratmetern Gelände Motorräder, Schlepper, Pkw und Handwerkerstätten von früheren Küfnern, Schuhmachern, Konditoren, Druckern, Schreinern und vielen mehr besahen. Dabei war auch allerhand Programm geboten. Denn zum Frühschoppen spielte die Knittlinger Stadtkapelle und nachmittags unterhielt das Knittlinger Akkordeonorchester. Der Museumsverein, dessen Vorsitzende die Tochter von Walter Pfitzenmeier Gerdi Bender ist, kümmerte sich mit seinen aktuell 25 Mitgliedern um die Bewirtung. Und immer wieder kamen Menschen auf Walter Pfitzenmeier zu, um mit ihm über Oldtimer zu fachsimpeln.

Weniger Zulauf gab es im Faustmuseum. Vielleicht war das Wetter zu schön, um in die düstere Geschichte des Faust einzutauchen. Zu den Kinderführungen war niemand gekommen. „Bis halb vier Uhr haben wir 15 Besucher gehabt“, berichtete Zladko Hranic. An der studentischen Hilfskraft Eva-Maria Springer lag es bestimmt nicht. Denn die engagierte 21-Jährige hatte sich wie einst das Gretchen in Goethes Faust gewandet und erklärte den Besuchern Anke Wittel und Stephan Mettler, die aus Reutlingen in die Faust-Stadt gekommen waren, die Hintergründe der Figur.