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© Symbolbild: PZ
25.11.2011

Einbruch in Erlenbach bereits vor Gericht

ÖTISHEIM-ERLENBACH. Der Einbruch, bei dem ein 28-jähriger Rumäne Mitte September in Erlenbach von der Bewohnerin des Hauses und ihrem Sohn auf frischer Tat ertappt worden ist, wird bereits am kommenden Donnerstag, 1. Dezember, vor dem Pforzheimer Amtsgericht verhandelt.

Dass es bereits knapp zweieinhalb Monate nach der Tat zur Verhandlung kommt, liegt laut Oberstaatsanwalt Christoph Reichert an mehreren Faktoren: Erstens konnte der Täter bereits eine Stunde nach dem Einbruch am Ötisheimer Bahnhof dingfest gemacht werden, zweitens war durch die Tatsache, dass der Angeklagte in Haft genommen wurde, besondere Dringlichkeit in der Bearbeitung gefordert. „Und man muss zugeben, dass der Dezernent, der sich des Falles angenommen hat, generell zu der schnelleren Sorte gehört“, sagt Reichert. Erleichtert habe das Verfahren zudem, dass die Staatsanwaltschaft dem Wohnsitzlosen die Tat sehr schnell nachweisen konnte, und das, obwohl der 28-Jährige keinerlei Angaben zu seinem Einbruch machen wollte.

Der Fall hatte in Mühlacker für besonderes Aufsehen gesorgt, da ein Polizeihubschrauber gut eine Stunde lang im Tiefflug über die Senderstadt geflogen war, um nach möglichen Komplizen des Festgenommenen zu suchen. Hinweise, dass mehrere Täter an der Tat oder deren Planung beteiligt waren, hat die Staatsanwaltschaft bislang jedoch nicht.

Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten nun mehrere Jahre Haft, da er sich durch den Einbruch und die gewaltsame Flucht (er hatte die Mutter zur Seite gestoßen und dem Sohn, der ihn verfolgen wollte, mit einer Holzlatte gedroht) eines räuberischen Diebstahls schuldig gemacht hat. Zugute könnte dem Angeklagten höchstens kommen, dass er nicht einschlägig vorbestraft ist und seine Beute lediglich einen Gesamtwert von rund 1500 Euro hatte. Die Verhandlung beginnt um 13 Uhr. Max