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Schreckensszenario für jeden Hausbesitzer: die Heimsuchung von Einbrechern.  dpa-Archiv
Schreckensszenario für jeden Hausbesitzer: die Heimsuchung von Einbrechern. dpa-Archiv
23.06.2017

Einbrüche in Ölbronn-Dürrn geben Polizei Rätsel auf

Ölbronn-Dürrn. Die Zahlen sind nicht schön – doch sie sind eindeutig: Seit einigen Jahren plagt die Gemeinde Ölbronn-Dürrn ein Problem mit Einbrechern. Während man von 2008 bis 2012 jeweils lediglich ein bis drei Fälle pro Jahr verzeichnen musste, ist die Doppelgemeinde in den vergangenen Jahren deutlich stärker in das Visier von Dieben gerückt.

Elke Heilig vom Polizeirevier Pforzheim Nord sowie Hans-Peter Nitschkowski vom Polizeiposten Kieselbronn haben im Ölbronn-Dürrner Gemeinderat nun die aktuellsten Zahlen vorgestellt und keinen Hehl daraus gemacht, wie sehr sie die Einbruchszahlen beschäftigen. Denn Tatsache ist: Auch wenn es sich in Ölbronn-Dürrn nach wie vor äußerst sicher leben lässt, so steigt die Kriminalität dennoch merklich an. Die Diebstahlsdelikte sind um 32 Prozent gestiegen, die Wohnungseinbrüche im Vergleich zum Jahr 2015 um mehr als 13 Prozent.

Zwar gibt es auch Ausreißer nach unten wie bei den Körperverletzungen, die gar ein Minus von 40 Prozent aufweisen – doch es sind gerade die Einbrüche, die seitens der Bürgerschaft mit äußerstem Unwohlsein registriert werden.

Den Polizeibeamten ist dies bewusst, weshalb Heilig wie auch Nitschkowski versicherten, hierauf ein besonderes Augenmerk zu legen. Allerdings gibt der Anstieg durchaus Rätsel auf: Denn während die Einbruchszahlen landesweit sinken, steigen sie in Ölbronn-Dürrn an.

Weshalb ausgerechnet Ölbronn und Dürrn immer wieder in den Fokus der Einbrecher geraten, ist unklar. Möglicherweise liege dies an der recht guten Anbindung an die B 294 sowie zur A 8. Beide Strecken würden von den größtenteils aus Ost- oder Südosteuropa stammenden Einbrecherbanden bevorzugt gewählt, um nach einem Einbruch schnellstmöglich zu verschwinden.

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