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Dringend Hilfe für sich und ihre Tiere auf dem Illinger Gnadenhof benötigt Felicia Ruhland. Fotos: Prokoph/PZ-Archiv
Dringend Hilfe für sich und ihre Tiere auf dem Illinger Gnadenhof benötigt Felicia Ruhland. Fotos: Prokoph/PZ-Archiv
Auch große Vierbeiner wie Pferde werden versorgt.
Auch große Vierbeiner wie Pferde werden versorgt.
30.08.2018

Eine Heimat für misshandelte Tiere: Gnadenhof in Illingen kämpft ums Überleben

Illingen. Ein Facebook-Post hat dieser Woche viele Freunde des Illinger Gnadenhofes aufgeschreckt. Gibt Felicia Ruhland auf?, fragten sie sich. Die Antwort ist nein. Aber die momentane Situation ist nicht besser geworden. Vor allem, weil nun eine Helferin auf dem Hof von einem Tag auf den anderen gegangen ist.

„Ich mache weiter, aber ich brauche dringend Hilfe für mich und meine Tiere“, sagt Felicia Ruhland, die über den Verein „Animal Hope“ den Illinger Gnadenhof mit derzeit noch 66 Tieren betreibt. Deshalb werden zurzeit Tierliebhaber gesucht, die Kaninchen oder Hunde aufnehmen. „Die Pferde kann ich gar nicht hergeben, weil sie zu alt sind, um sich woanders einzugewöhnen“, sagt Ruhland.

Schon seit Jahren ist die Situation des Tier-Gnadenhofes unklar, denn schon Ende 2014 lief der Pachtvertrag für den Illinger Heidehof aus und ein neuer Vertrag wurde nicht unterschrieben. Seither ist die 48-jährige passionierte Tierschützerin geduldet.

Seit bald 20 Jahren betreibt sie den Gnadenhof mit dem Verein „Animal Hope“, dessen Vorsitzende sie ist, und bietet misshandelten und geschundenen Tieren eine Heimat. Aber: „Ich kann keine Tiere mehr aufnehmen“, sagt Ruhland. Täglich stürmten Anfragen auf sie ein, ob sie nicht noch einem weiteren Tier ein neues Zuhause geben kann. Am liebsten würde sie auf einem kleinen Hof mit deutlich weniger Tieren ihrer Tierliebe frönen. Aber manchmal fühlt sich die engagierte Tierschützerin von ihren Mitmenschen im Stich gelassen. Allein kann sie den großen Hof nicht bewirtschaften und das marode Wohngebäude kostet sie außerdem viel Nerven.

„Ich kann keinen Basar mehr veranstalten, um die Kosten für den Hof und die Tiere zu stemmen, weil ich keine Helfer und Unterstützer dafür habe“, sagt Ruhland sichtlich verzweifelt.

Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Wer helfen will, kann sich bei ihr unter Telefon (0160) 2427135 melden.