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Der Einsatz für die Natur war den Helfern des Albvereins am Hofberg in Diefenbach wichtig.  Foto: Fotomoment
Der Einsatz für die Natur war den Helfern des Albvereins am Hofberg in Diefenbach wichtig. Foto: Fotomoment
27.09.2015

Einsatz am steilen Füllmenbacher Hofberg verlangt Ehrenamtlichen des Albvereins eine Menge ab

Mitglieder des Schwäbischen Albvereins aus dem Stromberggau hatten auch in diesem Jahr wieder einen Arbeitseinsatz am Füllmenbacher Hofberg. In stark abfallender Lage wurde der Schnitt großer Halbtrockenrasenflächen abtransportiert. Teilweise zweistellige Prozentwerte hat das Gefälle auf der 3,8 Hektar großen Fläche. Bei zwei Arbeitseinsätzen hatte der Landschaftspflegetrupp des Landesverbandes Albvereins in den letzten zwei Wochen den Halbtrockenrasen gemäht. Schüler der Freien Schule Diefenbach halfen mit.

Nun kamen zwölf ehrenamtliche Helfer von Albvereins-Ortsgruppen. Wie Jörg Desecker sagte, nimmt deren Anzahl seit Jahren ab. Dem Schwäbischen Albverein sei es wichtig, das Naturreservat zu erhalten. Dazu sind aber Helfer notwendig. „Auf Jugendgruppen oder Firmen zugehen“, das sind Ansätze, die laut dem Landschaftspfleger beim Landesverband vorhanden sind.

Körperlich anspruchsvoll ist die genannte Tätigkeit allemal. Wenn die Arbeit gemacht sei, könne sich jeder über den Einsatz für den Natur- und Umweltschutz freuen. „Der körperliche Einsatz hier ersetzt einen kostenpflichtigen Besuch im Fitnessstudio“, unterstreicht Jörg Desecker. Der 19-jährige Floris Kreuzer aus Sersheim half ebenfalls mit. Mit der Hand streifte er sich den Schweiß von der Stirn. Das Auf und Ab zum Abtransportieren des Schnittgutes ist selbst für den jungen Mann körperlich anstrengend. Aus Überzeugung „Natur zu erhalten“, machte er das aber gerne.

120 verschiedene Pflanzenarten wachsen auf dem Halbtrockenrasen am Hofberg des Füllmenbacher Hofs. Jede Pflanze ist für jeweils rund 15 Insektenarten wichtig. Der Schwalbenschwanz kann sich vermehren, wenn es wilde Möhrengewächse gibt. Sie kommen dort vor.