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Am Rande des Spielplatzes bei der Maulbronner Keplerstraße hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zwei Flatterulmen gepflanzt, mit dabei waren (von links) Fritz Geiger, Fritz Kramer und der Maulbronner Stadtbaumeister Tim Schmidt mit den Bauhofmitarbeitern Achim Scheidt und Matthias Krejci. Kollros

Einsatz für rar gewordene Ulmen: Hier wurden die seltenen Exemplare nun gepflanzt

Maulbronn. Die Ulmen sind im Enzkreis in den letzten Jahren rar geworden. Eine Schutzgemeinschaft pflanzt nun mehrere Exemplare in der Region.

Mehrere Jungpflanzen der im Enzkreis selten gewordenen Ulmen hat die Kreisgliederung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald dieser Tage in Maulbronn und Königsbach-Stein gepflanzt. Dabei handelt es sich um Exemplare einer Flatterulme, die an die früher landschaftsprägende Verbreitung der Ulmen in heimischen Wäldern und Landschaftsparks anknüpfen sollen. Infolge des flächendeckenden Befalls dieser Bäume durch den Ulmensplintkäfer sind Ulmen von ihren angestammten Standorten weitestgehend verschwunden.

Der frühere Mühlacker Forstamtsleiter Guido Wölfle weiß um die Problematik dieses Baumschädlings noch genau aus seiner aktiven Berufslaufbahn. So lege der nur wenige Millimeter große Käfer Fraßgänge in den Leitungsbahnen der Bäume an, in denen er seine Eier ablege. Zudem schleppe er Ambrosia-Pilze in diese Gänge ein, von denen sich später die die Käferlarven ernährten. Die Folge: Die Bäume starben ab, und so mussten zu Beginn der 1980er Jahre im östlichen Enzkreis die letzten Ulmen gefällt werden.

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