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Brand © Münderlein
Feuer in Knittlingen © Volker Henkel
12.12.2014

Einsturzgefahr: Wohnhausbrand in Knittlingen-Freudenstein

Knittlingen-Freudenstein. Ein Brand in Freudenstein hat in der Nacht zum Freitag ein Wohnhaus an der Knittlinger Straße unbewohnbar gemacht. In der Wohnzimmerdecke über dem Kamin prangt ein großes Loch, alles ist nass und schwarz vom Ruß. Die verkohlten Möbel stapeln sich im Freien. „Da wird einem erst einmal bewusst, wie viel man in einer Nacht verlieren kann“, sagt der 23-jährige Bewohner.

Er und sein Bruder sowie einige Freunde versuchten am Freitag noch, Teile der Einrichtung zu retten. Doch viel bleibt dem jungen Mann nicht. Was nicht dem Feuer zum Opfer fiel, hat das Löschwasser vernichtet.

Der 23-Jährige hatte am Donnerstag kurz vor 21 Uhr ein Feuer im Kaminofen entfacht und war aus dem Zimmer gegangen. Sein Bruder war an diesem Abend auch da. Als der Bewohner zurück ins Zimmer kam, um nach dem Feuer zu sehen,schlug ihm Rauch entgegen. Reflexartig versuchte er die Flammen mit Wasser zu löschen – ein folgenschwerer Fehler. Denn durch den dabei entstandenen heißen Wasserdampf geriet die Decke in Brand. Schnell griff das Feuer auf das ganze Gebäude über. Die beiden Brüder konnten sich aus dem Haus retten. Betreten können sie jetzt nur noch die erste Etage, das Haus gilt laut Polizei als einsturzgefährdet. Die Höhe des Schadens ist unbekannt.

Der Löschversuch des jungen Mannes hat das Feuer beschleunigt, meint auch Markus Haberstroh, Kommandant der Knittlinger Feuerwehr. Er will ihn aber nicht verurteilen. „Viele Menschen wissen nicht, wie man da richtig reagiert.“ Der Hausbewohner hat inzwischen mit dem Eigentümer gesprochen. Der meinte, er sei versichert, so der 23-Jährige. Ein Sachverständiger hat die Ermittlungen nun aufgenommen. Unklar ist, ob sich das Verhalten des jungen Mannes negativ auf das Gutachten für die Versicherung auswirken wird. Der Bewohner kommt bei Bekannten unter.

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